Vorwort

Armenien ist ein Land, dessen Name uns, im Gegensatz zu vielen andern ehemaligen Sowjetrepubliken, geläufig ist. Auch dass die Hauptstadt Jerewan heisst, ist uns bekannt. Wenn man aber etwas weiterfragt, wird uns sehr rasch bewusst, wie wenig wir über dieses Land tatsächlich wissen. Dies gab uns Anlass - angeregt durch die Initiative eines meiner Assistenten, Herrn Sarkis Shahinian, - uns in den Seminarwochen des Wintersemesters 1994/95 und des Sommersemesters 1995 intensiver mit Armenien zu befassen. Im speziellen ging es um die Annäherung an die Architektur des Mittelalters. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema im Wintersemester und einer Vortragsreihe zu Beginn des Sommersemesters, die sich mit allgemeineren Themen zu Armenien und dessen Geschichte befasste, wurde unsere Reise im Sommersemester gut vorbereitet. Die Reise hat denn auch all unsere Erwartungen weit übertroffen, und wir haben auf unterschiedlichen Gebieten vielfältige und bleibende Eindrücke sammeln können: die vielfältigen und faszinierenden Landschaften, der klare Aufbau der ausgewählten Monumente und vor allem die Begegnung mit den Menschen, von denen wir immer wie altbekannte Freunde behandelt wurden. Andererseits wurde uns aber auch drastisch vor Augen geführt, was es heisst, praktisch von der Aussenwelt isoliert zu sein und nur noch über einen Bruchteil der früher vorhandenen Energie zu verfügen.

Die vorliegende Publikation soll aufzeigen, mit welchen Themen wir uns auseinandergesetzt haben. Sie soll weiter die vorbereitenden Vorträge und die Referate in Armenien sowie die besuchten Monumente dokumentieren, und sie soll nicht zuletzt auch ein Andenken für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Seminarwochen sein.

Allen, die sich aktiv für die Vorbereitung und Durchführung dieser Seminarwochen eingesetzt haben, möchte ich meine Anerkennung und meinen Dank aussprechen. Aber auch allen Studierenden, die mit Offenheit und Spontaneität auf die Menschen in Armenien zugegangen sind und durch diese Begegnungen wesentlich für bleibende Eindrücke gesorgt haben, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir zusammen zwei unvergessliche Seminarwochen erlebt haben.

Zürich, im September 1995

Prof. Dr. Otto Künzle






Foreword

Armenia is a country the name of which - as opposed to the names of many other former Soviet republics - is familiar to us. We are also aware that its capital city is called Yerevan. If we are asked any more than this, however, we quickly realise how little we actually know about this country. This fact - with the initiative taken by one of my assistants, Mr Sarkis Shahinian - inspired us to take a more intensive interest in Armenia during the seminar weeks of the winter semester of 1994/95 and the summer semester of 1995. Our particular interest was in Armenian architecture of the Middle Ages. Through intensive study of this theme in the winter semester and a lecture series covering more general areas with relation to Armenia and its history at the beginning of the summer semester, our trip in the summer semester was well prepared. The trip itself then far exceeded all of our expectations, and we gathered varied and lasting impressions in many areas: the varied and fascinating landscapes, the straightforward construction of the monuments selected, and above all our encounters with people, who consistently treated us like old friends. We were, on the other hand, also made drastically aware of what it means to be almost completely isolated from the outside world, possessing but a fraction of the energy of the past.

The following publication presents the themes upon which we concentra-ted. In addition it documents the lectures held in Zurich and the talks given in Armenia and the monuments visited. Last but not least it constitutes a rememberance for the participants of the two seminar weeks.

I wish to extend my appreciation and thanks to all those who took part in the preparation and realization of these seminar weeks. I also wish to thank all the students, who approached the people of Armenia with such openness and sponteneity and through their encounters opened the way for lasting impressions. I am sure we all agree that our stay in Armenia together was an unforgettable experience.

Zürich, September 1995

Prof. Dr. Otto Künzle







Danksagungen

Wir möchten an dieser Stelle allen danken, die sich für die Verwirklichung dieses Projekts mit Ratschlägen, Vermitteln von Kontakten, Kolloquien und Treffen eingesetzt haben.

Unser ganz besonderer Dank geht an Prof. Dr. Paolo Cuneo, der heute leider nicht mehr unter uns weilt. Das ganze Projekt, insbesondere der didaktische Teil der beiden Seminarwochen, konnte vor allem dank seinen kompetenten Vorschlägen realisiert werden.

Prof. Dr. Gerhard Schmitt, Vorsteher der Abteilung für Architektur, möchten wird danken für seine Unterstützung bei der Übernahme des Patronates der Vortragsreihe 'Annäherung an die Armenische Architektur des Mittelalters', die im Rahmen der öffentlichen Referate an der Architekturabteilung der ETH Zürich im Sommersemester 1995 stattgefunden hat.

Der Professur für Denkmalpflege, Prof. Dr. Georg Mörsch und Dr. Hans-Rudolph Meyer, danken wir für die finanzielle Unterstützung der Vortragszreihe und für ihre Empfehlungen in Bezug auf den didaktischen Inhalt der beiden Seminarwochen.

Prof. Paul Meyer, Vorsteher des Instituts für Hochbautechnik, danken wir für die finanzielle Unterstützung dieser Publikation.

Wir danken Dr. Dieter Mayer-Rosa (Leiter der Erdbebendienstes der ETH Zürich) für seine Einführung zum Thema Erdbeben und für die Vermittlung von Kontakten beim National Survey of Seismic Protection (NSSP) in Jerewan.

Der armenischen Botschaft in London, in der Person ihres Botschafters Herrn Armen Sarkissian, und ihres Honorarkonsul Herrn Rubik Khalidjian, sind wir sehr dankbar für ihre Hilfe, die unsere Reise nach Armenien wesentlich erleichert hat.

Ein besonderer Dank geht an Dr. Armen Haghnazarian (Research on Armenian Architecture, Aachen), der von Anfang an für unsere Idee seine fachliche Kompetenz und Vermittlungsfähigkeit eingesetzt hat, was sich für den Erfolg des Projektes als unentbehrlich erwiesen hat.

Der Workshop in Zürich verdankt sein Gelingen auch dem tatkräftigen Einsatz der Familien Siegrist-Tounians (Zürich), Satilmis (Schaffhausen) und Yunkes (Widnau SG).

Dem V.A.D. - Verein Armenienhilfe Direkt -, der Familie Leumann, sind wir besonders dankbar für die moralische und organisatorische Unterstützung bei unseren Kontakten mit der Jugendgruppe des V.A.D. in Zürich und in Jerewan. Auch möchten wir an die aufschlussreichen Beiträge von Sebastian Grüninger und Lara Elsayan (VAD Jugendgruppe - Zürich) während unseres Workshop in Zürich erinnern.



Unseren Sponsoren gebührt besonderer Dank für ihre finanzielle Untersützung dieser beiden Seminarwochen.

In diesem Zusammenhang möchten wir der Präsidentin des Zentralkomitees der A.G.B.U. (Armenian General Benevolent Union), Frau Louise Manoogian-Simone, New York, sowie der Präsidentin der A.G.B.U. Schweiz, Frau Talin Avakian, Genf, für ihren Einsatz für unsere Sache danken.

Gebührenden dank geht auch an Herr Zaven Yegavian und Frau Astrig Tchamkerten, dem Direktor, respektive der Vizedirektorin des Serviço das Comunidades Arménias der Calouste Gulbenkian Stiftung, Lissabon.

Herrn Garbis Papazian, der als Privatperson dieses Projekt unterstützt hat, möchten wir ebenfalls unseren Dank aussprechen.

Die Unterstützung der V.A.D. Koordinatorin in Jerewan, Frau Hasmig Tatevossian, und des gesamten V.A.D. in Armenien hat sich nicht nur für das gemeinsame Programm mit der V.A.D. Jugendgruppe in Jerewan, sondern auch für die gesamte Organisation der Armenienreise als entscheidend erwiesen.

Professor Sergei Balassanian, Präsident des NSSP, und seinen Mitarbeitern sind wir dankbar für ihre Hilfsbereitschaft und die Gastfreundschaft mit der sie uns in Jerewan empfangen haben. Dr. Nazaretian, Gyumri, und Dr. Arthur Manukian, Jerewan, danken wir für ihre Referate in Gyumri und Ketcharis.

Dem Vorsteher der Abteilung für Architektur der Technische Hochschule in Jerewan, Prof. Narek Sarkissian, sind wir sehr dankbar, uns mit der Realität der Architekturausbildung in Armenien bekanntgemacht zu haben.

Den Mitarbeiter der Reisegesellschaft Awarayr , Jerewan, und namentlich seinem Leiter, Herrn Arkadi Sahakian, sind wir für ihren ausserorden-tlichen Einsatz an Mitteln, Zeit und vorallem Geduld besonders dankbar. Allen, die eine Reise nach Armenien planen, gilt unser Ratschlag, die Dienste der Awarayr in Anspruch nehmen.

Nicht zuletzt möchten wir hier an Frau Gariné Grigoriàn erinnern, unsere Dolmetscherin in Jerewan, und ihr danken für ihre Umsicht und ihr sympatisches Engagement, mit dem sie uns das alltägliche Leben und die Kultur Armeniens erschlossen hat.

Für die Editierarbeit dieser Publikation und die Vorbereitung der Grundlagen für die Studierenden geht unser bersonderer Dank an die MitarbeiterInnen des Institutes für Hochbautechnik der ETH Zürich. Ohne die tatkräftige Unterstützung von Josette Baer, Paolo De Giorgi, Katrin Erne, Christian Florin, Fabio Gallicciotti, Sonja Gauch, Jan Philip Hölscher, Brigitte Jerman, Peter Juhasz, Erika Krause, Christine Loward, Basil Schwitter, und Georg Vogt, wären wir wohl in der Flut der zu bewältigenden Arbeit erstickt.

Für die Lektoratsarbeit bedanken wir uns bei Kerstin Gellusch (Deutsch), Kathrin Hahn und Sharon Refvem (Englisch).

Für die fachliche Beratung bei der Organisation der Vortragsreihe und für die Gestaltung dieser Publikation danken wir Philip Carrard und Stephan Frei.

Ein besonderer Dank geht an Arà Zarian für seinen grossartigen Einsatz bei der Organisation des ganzen Projekts, für seine bereichernden Ideen und für seine aufmerksame und kontinuierliche Präsenz. Seine technischen Beratungen und seine Erfahrung mit der Denkmalpflege Arme-niens haben den Teilnehmern erlaubt, einen tieferen Einblick in die Praxis der Denkmalpflege und der mittelalterlichen Architektur in Armenien zu gewinnen.

Herrn Suter Jun., Mitarbeiter der Merkur AG, danken wir für seine wertvollen Ratschläge für die Erstellung dieser Publikation.

An alle Personen, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben und in dieser Danksagung versehentlich nicht erwähnt worden sind, geht ebenfalls unser Dank.

Für die Verwendung von externen literarischen und ikonographischen Quellen möchten wir das Entgegenkommen der folgenden Verlage hervorheben: OEMME Edizioni in Venedig (Arà Zarian und Minas Lurian), Elemond in Mailand, (Claudio Ferri) und das Medienzentrum Stadtbildstelle Aachen (Herr Trebels).