Völkermord und Verdrängung
Der Genozid an den Armeniern - Die Schweiz und die Shoah
Autorenverzeichnis
Urs Altermatt, geboren 1942, Dr. phil., Professor für Zeitgeschichte an der Universität Freiburg. Gastprofessor in Krakau (1991), Budapest (1992) und Sarajewo (1997). Wichtige Publikationen (Auswahl): Katholizismus und Moderne (1989), Die Schweizer Bundesräte (1991), Rechtsextremismus in der Schweiz (1995), Das Fanal von Sarajevo. Ethnonationalismus in Europa (1996).
Varoujan Attarian, geboren 1930, ehemaliger hochrangiger Funktionär im administrativen Bereich einer internationalen Organisation in Genf. Er hat das Dossier des Völkermordes an den Armeniern vor der UNO über 10 Jahre mitverfolgt, war Zeuge der Debatten und Arbeiten an der UNO anfangs der 80er Jahre, einschliesslich der Nomination Whitakers sowie der Vorbereitung und Annahme dessen Berichtes. Publikation: Le Génocide des Arméniens devant l'ONU (1997).
Peter Bührer, geboren 1926, Dr. phil., Studium der Geschichte in Zürich, Genf und London, 1956-1991 Geschichtslehrer an der Kantonsschule Hohe Promenade Zürich. Publikationsschwerpunkte: Geschichte des Kantons St. Gallen und armenische Frage in der Schweiz.
Vahakn N. Dadrian, geboren 1926, Dr. phil., Prof. für Soziologie an der State University of New York von 1970 bis 1991, zahlreiche Gastvorlesungen an nord- und südamerikanischen sowie europäischen Universitäten. Seit 1991 Direktor eines Genozidforschungsprojektes der H. F. Guggenheim Foundation. Neueste Publikationen: The History of the Armenian Genocide (1995), German Responsibility in the Armenian Genocide (1996).
Christoph Dejung, geboren 1943, Dr. phil., lebt in Trans GR als Geschichtsphilo-soph, arbeitet in Zürich an ver-schiedenen Schulen. Ausgewählte Publikationen: Wahrheit und Häresie (1980), Schweizer Geschichte seit 1945 (1984), Heimatkunde - Erzäh-lungen (1991), Ketzerei (1992), Philosophie aus der Schweiz (1994).
Angéline Fankhauser, geboren 1936, Zentralsekretärin des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (SAH) 1986-1997, Nationalrätin SP Basel-Land seit 1983. Präsidentin der staatspolitischen Kommission 1995-1997, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission. Arbeitsschwerpunkte: Menschenrechte, Friedenspolitik, Ausländer- und Asylpolitik, besonders Kurdenproblematik.
Raphael Gross, geboren 1966, Dr. phil. des., Studium der Geschichte und Philosophie in Zürich, Berlin, Bielefeld, Cambridge, Jerusalem und Essen. Promotion an der Uni Essen mit einer Arbeit über «Carl Schmitt und die Juden. Strukturen einer deutschen Rechtslehre». Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neuste Geschichte in Bochum. Arbeitsgebiet: Ideologien wirtschaftlicher Eliten in Deutschland von 1920 bis 1970.
Elvira Kiendl, geboren 1957, gelernte Bibliothekarin, von 1991 bis 1994 Mitarbeit bei der «Gesellschaft für bedrohte Völker», Koordinationsgruppe Armenien, seit 1995 bei der «Deutsch-Armenischen Gesellschaft» (DAG) Frankfurt a. M. mit Arbeitsschwerpunkt Menschenrechte, seit 1996 Schriftführerin der DAG.
Werner Konitzer, geboren 1955, Dr. phil., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Anthropologie und Kulturphilosophie an der Humboldt Universität Berlin. Veröffentlichung: Sprachkrise und Verbildlichung (1995). Arbeitsgebiet: Medien und Denkformen.
Reinhard Meier, geboren 1945, Dr. phil. der Universität Zürich, Auslandkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung seit 1974 in Moskau, Bonn und Washington, seit 1995 Auslandredaktor.
Marcel Alexander Niggli, geboren 1960, Dr. iur. der Universität Zürich, gegenwärtig Assistenzprofessor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Freiburg i.Ue. Wichtigste Publikation: Rassendiskriminierung. Ein Kommentar zu Art. 261bis StGB und Art. 171c MStG (1996).
Jacques Picard, geboren 1952, Dr. phil., Dozent für Kultur und Kommunikation an der SISH Biel von 1987 bis 1996. Mitglied der «Unabhängigen Expertenkommission: Schweiz - Zweiter Weltkrieg» und deren Forschungsleiter. Wichtigste Publikation: Die Schweiz und die Juden 1933-1945, Zürich 1994.
Dietrich Schindler, geboren 1924, Dr. iur., Professor für Völkerrecht, Europarecht und Staatsrecht an der Universität Zürich 1964-1989, Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf 1980-1994. Publikationsschwerpunkte: humanitäres Völkerrecht, Menschenrechte, Neutralität und Föderalismus.
Martin M. Sychold, geboren 1965, LIB.BEc (Adelaide), Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung in Lausanne (SIR) und Lehrbeauftragter der Universität Bielefeld in Deutschland. Arbeitsschwerpunkte: Rechtsverkehr, Völkerrecht und internationales Privatrecht.
Renaud Weber, geboren 1964, lic. iur., Anwalt, gegenwärtig Untersuchungsrichter in Neuchâtel, 1995 und 1996 als Ermittler am UNO-Tribunal für Ruanda tätig.
Daniel Wildmann, geboren 1962, lic. phil., Historiker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der «Unabhängigen Expertenkommission: Schweiz - Zweiter Weltkrieg». Forschungsschwerpunkte: deutsch-jüdische Geschichte des 19./20. Jahrhunderts, NS-Geschichte, Körpergeschichte. Mitarbeit bei diversen Dokumentarfilmen wie «Surava» oder «Der Fall Grüninger». Jüngste Publikation: Begehrte Körper. Konstruktion und Inszenierung des «arischen» Männerkörpers im «Dritten Reich», Würzburg 1998.