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Hommage / Gedenkfeier Talaat Pascha Berlin
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iminhokis
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 PostPosted: Sat Mar 18, 2006 6:31 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

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Türkische Nationalisten demonstrieren in Berlin
Demonstrationen Geschichte Berlin Türkei


http://www.merkur-online.de/dpa/infoline/schlaglichter/art440,645192.html?fCMS=6e2802aad28f7248c1afb7dcd55e8cfa




Berlin (dpa) - In Berlin haben mehr als 2000 türkische Nationalisten demonstriert. Die Veranstalter bestreiten, dass es 1915 im Osmanischen Reich einen Völkermord an den Armeniern gab. Sie verlangten die Rücknahme einer Bundestags-Resolution. Das Parlament hatte die Türkei einstimmig zum offenen Dialog über die Massaker an den Armeniern aufgefordert. Die Resolution führte zu Verstimmungen zwischen Deutschland und der Türkei. Bei den Massakern an den Armeniern waren mehr als eine Million Menschen ums Leben gekommen.
 
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iminhokis
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 4:24 am    Post subject: Reply with quote Back to top

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JUNGE ARMENIER
Die Jugendorganisation des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V.

Frankfurt am Main. 18.03.2006


Öffentliche Stellungnahme
zum so genannten „Großprojekt 2006 – die Lüge zum Völkermord an den Armeniern“.


Mit großem Bedauern und mit tiefster Trauer schauen wir - und mit uns die gesamte europäische und wahrscheinlich die Weltöffentlichkeit - verwundert auf die deutsche Hauptstadt Berlin, wie Menschen erneut den Völkermord an den Armeniern nicht nur verneinen, sondern diese Leugnung in immer neuen Dimensionen darstellen.

Die Organisatoren dieser Veranstaltung haben somit ganz offiziell mit Duldung des Senats in Berlin und mit Genehmigung der entsprechenden Institutionen die Möglichkeit erhalten, Hass zu schüren und einen Verbrecher gegen die Menschlichkeit und verurteilten Massenmörder - Mehmet Talaat Pascha - zu feiern und ihn zu ehren.
Gerade diesen Menschen wollen die Organisatoren der Veranstaltung als Nationalhelden der Türkei darstellen, der als der Innenminister des damaligen türkischen Regimes um 1915 einer der Hauptverantwortlichen am Völkermord an den Armeniern war.

Der Völkermord an den Armeniern, der erste Genozid der Moderne, ist für unabhängige Geschichtsforscher in aller Welt längst Tatsache. Bis heute wird dieser Völkermord von der Türkei abgestritten, bis heute existiert kein einziger Hinweis darauf in den türkischen Geschichtsbüchern.

Nach anderen Staaten verabschiedete daher auch das Europäische Parlament, als staatliche Organisation am 18. Juni 1987 eine "Resolution zur politischen Lösung der Armenischen Frage" in Zusammenhang einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union. Das Europäische Parlament sprach offiziell von "Völkermord an den Armeniern". Diese Resolution wurde 2001 noch einmal bekräftigt und die Republik Türkei zur Anerkennung Ihrer vollen Schuld aufgefordert.

Diese Resolution missachtend, wird der Veranstaltung in Berlin durch die deutsche Bundesregierung kein Einhalt geboten, nicht einmal gerügt.
Auch die auf die Demonstration aufgelegte Auflage „Genozid an den Armenier darf nicht als Lüge bezeichnet werden“ des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg verhindert nicht, dass der Massenmörder Mehmet Talaat Pascha heute als Staatsheld der Türkei gefeiert werden darf.
Will man mal wieder seinen Verbündeten Türkei nicht verärgern - auch wenn der hohe Preis „Verletzung der Menschenwürde und des Andenkens von Toten“ heißt? Denn die Ehrung von einem Massenmörder ist mit der Verletzung der Menschenwürde und des Andenkens von Toten gleichzusetzen.
Will man wieder die „Gefühle“ der in Deutschland lebenden Türken und türkischstämmigen Menschen nicht verletzen? Zumindest scheint Dulden und Zuschauen einfacher zu sein, als seine Stimme zu erheben und etwas zu unternehmen.

Es ist historisch unbestreitbar, dass es im Osmanischen Reich brutalste systematische Verfolgungen, Vertreibungen und Massenmorde an den Armeniern gegeben hat, die nach den geltenden menschenrechtlichen Kriterien, insbesondere der Genozidresolution der UNO von 1948 klar den Tatbestand des Völkermords erfüllen.
Wenn diese gesicherten Erkenntnisse in Berlin angezweifelt und verurteilt werden sollen, wenn die Organisatoren dieser Veranstaltung damit drohen, dass „europäische Hauptstädte brennen“, wenn man ihren Forderungen nicht nachkommt, dann muss mit allen demokratischen Mitteln Einhalt geboten werden.
Dann ist eine sehr zerbrechliche und schützenswerte Grenze überschritten worden.

Es ist in Deutschland zu recht strafbar, wenn man den Völkermord an den Juden verleugnet. Dies unter anderem, weil die Deutschen aus ihrer Geschichte gelernt haben. Mit tiefster Trauer, Abscheu und Verwunderung schauen wir heute auf die Strassen des historisch bedeutungsvollen Berlins, wie nationalistisch verblendete Massen einen Völkermord verleugnen und einen Tyrannen ehren dürfen.

Bis heute haben wir mit großer Hoffnung abgewartet, dass ein Verbot gegen diese Demonstration ausgesprochen wird und haben unseren Unmut dem Berliner Innensenator zum Ausdruck gebracht. Jedoch ohne Erfolg.

Wir danken im Namen von JUNGE ARMENIER in Deutschland allen Stimmen, die sich in den letzten Wochen und Monaten mutig erhoben hatten.

Von Deutschem Boden darf nicht „nie wieder Krieg“ ausgehen. Ebenso nie wieder Völkermord und nie Völkermordsleugnung.


JUNGE ARMENIER
Die Jugendorganisation des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V.

Frankfurt am Main. 18.03.2006
 
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iminhokis
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 11:04 am    Post subject: Reply with quote Back to top

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http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.03.2006/2420757.asp
[...]Die türkischen Nationalisten hatten sich an der Urania versammelt und marschierten über die Kurfürsten- und Hardenbergstraße zum Ernst-Reuter-Platz. Wie berichtet, hatte die Polizei die Kundgebung zunächst verboten, weil sie Straftaten befürchtete. Das Oberverwaltungsgericht hob dieses Verbot am Freitag unter der Auflage auf, dass der Völkermord an den Armeniern nicht als Lüge bezeichnet werden dürfe. Diese Auflage sei anscheinend nicht vollständig befolgt worden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Genaueres könne man aber erst sagen, wenn Foto- und Filmmaterial von der Kundgebung auswertet sei. Die Polizei erlaubte unter Auflagen auch einen Redebeitrag des Chefs der türkischen Arbeiterpartei, Dogu Perincek. Ursprünglich war es ihm untersagt worden, zu den Demonstrationsteilnehmern sprechen. Es hätten Hinweise vorgelegen, dass er den Genozid an den Armeniern als Lüge bezeichnen wollte, sagte ein Polizeisprecher. Gegenüber Pressevertretern soll Perincek diese Behauptung allerdings aufgestellt haben.

Auch die Demonstranten teilten ihre Ansichten auf Anfrage mit. „Wir sind der Meinung, dass es keinen Völkermord gab“, sagte etwa ein 46-jähriger Pädagoge, der aus Bielefeld angereist war. Eine 14-jährige Schülerin aus Duisburg, die den Zug mit einer riesigen Fahne anführte, konnte nicht genau sagen, warum sie morgens um drei Uhr mit ihrem Vater aus Duisburg losgefahren war. „Ich gehe für unser Land“, war alles, was sie über ihre Beweggründe sagte. Der gesamte Verlauf der Demonstration war ruhig. Stimmung kam nur auf, wenn die überwiegend jungen Männer in Sprechchören „Freiheit oder Tod“ riefen oder „Für mein Vaterland gebe ich mein Leben hin“. sve/ddp
 
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 8:03 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

Video, Ausführlicher Beitrag des Rundfunks Berlin-Brandenburg rbb:


NPD und türkische Nationalisten demonstrieren
Abendschau, 18.03.2006

[Video klick hier]





.
 
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 10:09 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

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Berlin, 18. März 2006: Genozid als patriotische Tat? Bis zu 1700 türkische Ultranationalisten leugnen den Völkermord an Armeniern unter den Augen der Berliner Polizei

19.03.2006 20:16

Mit Beschluss vom 17. März hatte das Berliner Oberverwaltungsgericht eine Demonstration türkischer Ultranationalisten gegen die "armenische Völkermordlüge" erlaubt, allerdings unter der ausdrücklichen Auflage, dass der Völkermord an den Armeniern nicht geleugnet werden darf.

An diese Auflage haben sich, wie auch aus der bundesdeutschen Fernsehberichterstattung klar zu erkennen ist, am 18. März 2006 die Veranstalter eindeutig nicht gehalten. Von Anfang an skandierten sie in türkischer Sprache: "Wir haben keinen Völkermord begangen, sondern das Vaterland verteidigt!" Der Initiator der als "Operation Talat Pasa" bezeichneten Veranstaltungen in Berlin, Dr. Dogu Perincek, nannte, wie schon im Jahr 2005 in der Schweiz, öffentlich und in deutscher Sprache den Völkermord an den Armeniern als Lüge, vor laufenden Fernsehkameras.

Im Demonstrationszug wurden Fahnen der rechtsextremistischen Grauwölfe gezeigt, ferner die Staatsflaggen der international nicht anerkannten "Republik Nordzypern", Turkmenistans und Aserbaidschans.

Die Arbeitsgruppe Anerkennung (AGA) wird versuchen, gegen die offenkundige Verletzung der gerichtlichen Auflagen strafrechtlich vorzugehen. Hier veröffentlichen wir die Fernsehmitschnitte und Fotos vom Demonstrationszug.

Klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrößern:

http://www.aga-online.org/de/aktionen/detail.php?newsId=120

Hier veröffentlichen wir Mitschnitte der gestrigen Fernsehberichte, die auch ein Interview mit dem Berliner Innensenator Körting enthalten. Er versucht uns damit zu trösten, dass künftige Auftritte des Dogu Perincek untersagt werden könnten, sollte sich die Verletzung der gerichtlichen Auflagen herausstellen. Doch Perinceks Fahrplan sieht keine Berliner Wiederholung, sondern neue "Aktionsorte" in Paris und Brüssel vor.

Streaming von http://www.rbb-online.de

Streaming von http://www.tagesschau.de/
 
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 11:36 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

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http://www.taz.de/pt/2006/03/20/a0119.1/text



Großtürken bleiben eher unter sich
Nationalistische Türken demonstrieren in Berlin, weil sie meinen, an den Armeniern sei kein Völkermord verübt worden. Die Berliner Türken bleiben aber größtenteils zu Hause. Innensenator Körting will Verstöße gegen Demo-Auflagen prüfen

AUS BERLIN ALKE WIERTH

Es kriselte kurz bei der Demonstration türkischer Nationalisten am Samstag in Berlin, als der Vorsitzende der türkischen Arbeiter-Partei, Dogu Perincek, die Bühne betrat. Vor seiner Rede hatten er und seine Anwältin lange mit der Polizei verhandeln müssen. Die fürchtete, dass Perincek sich nicht an die Auflagen halten würde. Auch der Veranstalter der Demonstration, der Bundesverband der Atatürk-Gedenkvereine, sah sich nicht in der Lage, Perincek von unzulässigen Äußerungen abzuhalten.

Er hat es dann tatsächlich nicht gesagt: dass der gegen Ende des Osmanischen Reichs an den Armeniern verübte Völkermord eine Lüge sei. Die Polizisten, die während der Ansprache Perinceks bereits rechts und links der Bühne in Stellung gegangen waren, konnten sich zurückziehen.

Dabei hätten sie Grund genug gehabt, die Veranstaltung mit laut Polizeiangaben circa 1.700 Menschen aufzulösen. Denn ansonsten war die Behauptung, der Genozid an den Armeniern sei eine Lüge, nahezu überall zu hören und zu lesen. Nicht nur gaben Teilnehmer bereitwillig Auskunft darüber, dass sie gegen die "Völkermordlüge" protestierten, auch auf den Plakaten war von der "ermeni soykirim yalani", der Lüge des Armenier-Völkermords, zu lesen.

"Wir haben keinen Völkermord begangen, wir haben nur unser Vaterland verteidigt", skandierten die überwiegend älteren Teilnehmer. Sie wurden von teilweise mit den Abzeichen der als faschistisch geltenden "Grauen Wölfe" ausgestatteten jüngeren Leuten unterstützt. Ganz im Sinne des Großtürkentums waren nicht nur massenhaft türkische Fahnen zu sehen, sondern etwa auch die aserbeidschanische und turkmenische.

Die Träger stammten in der Mehrzahl allerdings nicht aus Berlin. Mit Bussen waren Demonstranten aus der ganzen Republik, sogar aus Belgien angereist. Auch aus der Türkei war Unterstützung eingeflogen. Vereine türkischer Berliner hatten sich dagegen längst von der Veranstaltung distanziert. Sogar der Berliner Ableger des Veranstalters, der Atatürk-Gedenkvereine, nahm nicht teil: In der Hauptstadt hat sich dieser Verein bislang erfolgreich gegen eine Unterwanderung von Dogu Perinceks Leuten gewehrt.

Der Führer der Arbeiter-Partei, die in der Türkei eine kaum messbare Wählerschaft hat, hat sich von einem strammen Linken zu einem Ultranationalisten gewandelt. Die Mitglieder seiner Bewegung, die sich als "Aydinlik" - Erleuchtung oder auch Aufklärung - bezeichnet, lehnen jede Einmischung in türkische Angelegenheit, auch jede Annäherung an die Europäische Union ab. So solle die deutsch-türkische Freundschaft gefestigt werden.

Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sprach am Samstagabend von einem "Missbrauch des Demonstrationsrechts": Dies gelte für Menschen, "die bei uns leben". Er kündigte an, Verstöße gegen die vom Oberverwaltungsgericht über die Demonstration verhängten Auflagen zu prüfen.

taz vom 20.3.2006, S. 7, 99 Z. (TAZ-Bericht), ALKE WIERTH





Quote:



http://www.taz.de/pt/2006/03/20/a0243.1/text.ges,1
Nachhilfe für Nationalisten
Während 1.700 türkische Nationalisten demonstrieren, führen die Gegendemonstranten zu armenischen Orten in Berlin. Der wichtigste Zeuge des Völkermordes lebte in Charlottenburg

von CIGDEM AKYOL

Die rund 1.700 türkischen Nationalisten schafften es bis in die "Tagesschau". Kein Wort aber von der Gegenveranstaltung. Dabei hatte die "Aktion Sühnezeichen Friedensdienste" ein beeindruckendes Programm auf die Beine gestellt. Während die Nationalisten von der Urania nach Charlottenburg zogen, zeigten die Initiatoren interessierten BerlinerInnen bei einer Stadtrundfahrt Orte armenischer Geschichte in der Hauptstadt.

Damit reagierten sie auf die Veranstaltung, zu der der Bundesverband der Atatürk-Gedenkvereine gerufen hatte. Die Nationalisten, die größtenteils anreisten, demonstrierten gegen den Vorwurf des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich. Das Oberverwaltungsgericht hatte die Kundgebung erlaubt. Allerdings unter der strikten Auflage, dass weder auf Transparenten noch in Ansprachen der Genozid an den Armeniern als Lüge bezeichnet werde.

"Diese Demonstration sollte eine Provokation darstellen," sagte Tessa Hofmann, die die Arbeitsgruppe "Gegen Genozid, für Völkerverständigung" leitet. Die Genozidforscherin setzt sich seit dreißig Jahren für die Armenier ein. "Mord darf nicht mit der Heimatverteidigung legitimiert werden." Genau dieser Argumentation aber bedienten sich die Demonstranten - Parolen wie "Wir haben nur unser Vaterland verteidigt und keinen Völkermord begangen" waren zu hören.

Von 1915 bis 1923 wurden im Osmanischen Reich zwischen 1 und 1,5 Millionen Armenier ermordet. Die türkische Regierung weigert sich bis heute, sich mit der historischen Realität auseinander zu setzen, und weist die Bezeichnung Völkermord zurück.

Der Bus der Gegendemonstranten um Tessa Hofmann hielt an mehreren Stellen in der Stadt. Ein Zwischenstopp wurde zum Beispiel am Luisenplatz eingelegt. Hier, in der Behaimstraße 22, wurde 1923 die erste armenische Gemeinde Deutschlands gegründet. Eine weitere Station war ein Haus am Kaiserdamm 16. Hier erinnert eine Gedenktafel an einen der wichtigsten Zeugen des türkischen Massakers - an Armin Theophil Wegner. Der Jurist lebte von 1925 bis 1933 hier, er besuchte im Ersten Weltkrieg die Deportationslager der Türken für die Armenier. Vor allem aber dokumentierte Wegner den Völkermord mit seiner Kamera. In Armenien zählt er zu den "Gerechten der Völker" und wird für seine Solidarität verehrt.

Wegners Bilder sind wichtige Beweise für den Verlauf der systematischen Vernichtung der Armenier. "Die Leugnung des Völkermordes ist eine Staatsdoktrin in der Türkei", sagt Hofmann. Sie bezeichnet die konsequente Geschichtsverfälschung als "ein erstaunliches Phänomen" - und führt dies auf das türkische Bildungssystem zurück. Denn in türkischen Schulbüchern wird der Völkermord geleugnet. "Damit werden falsche Geschichtsbilder transportiert."

inland SEITE 7

taz Berlin lokal vom 20.3.2006, S. 21, 97 Z. (TAZ-Bericht), CIGDEM AKYOL
 
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 11:40 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

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Vertreibung von Armeniern 1915
Türken demonstrieren gegen Vorwurf des Völkermords


Artikel hier
Polizei: Rund 1700 Teilnehmern - Forderung: Rücknahme einer Bundestags-Resolution

erstellt 19.03.06, 20:25h

Türkische Demonstranten in Berlin
Mit Transparenten, Bildern und Fahnen ziehen Türken und türkischstämmige Deutsche am Samstag (18. März 2006) durch die Berliner Innenstadt. (Foto: dpa)

Berlin/dpa. Türkische Nationalisten haben in Berlin gegen den Vorwurf des Völkermordes 1915 im Osmanischen Reich an den Armeniern demonstriert. Nach Polizeiangaben beteiligten sich 1700 Demonstranten an dem friedlichen Umzug von der Urania nach Charlottenburg. Sie verlangten unter anderem die Rücknahme einer Bundestags-Resolution vom vergangenen Jahr. Darin war die Türkei zum offenen Dialog über die Massaker an den Armeniern aufgefordert worden, bei denen nach unabhängiger Schätzung mehr als eine Million Menschen ums Leben kamen.

Der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme, warf den türkischen Nationalisten vor, die Opfer des Völkermords an den Armeniern zu verunglimpfen. Der Bund der Vertriebenen (BdV) sprach von einem verheerenden Signal für Menschenrechtsverletzungen. In einem menschenverachtenden Ausmaß würden Vertreibungen und Völkermord umgedeutet, hieß es in einer Resolution, die auf der in Berlin tagenden BdV-Bundesversammlung verabschiedet wurde.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland und liberale türkische Verbände hatten sich von der Demonstration distanziert. Die Türkische Gemeinde unterstützte aber weiterhin deren Zielsetzung. Die Bundestagsresolution hatte im vergangenen Jahr zu einer Verstimmung im deutsch-türkischen Verhältnis geführt.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hatte die ursprünglich von der Polizei verbotene Demonstration erst am Freitag unter strengen Auflagen zugelassen. So durfte weder auf Transparenten noch in Ansprachen der Genozid an den Armeniern als Lüge bezeichnet werden.

Die Anordnungen seien «weitgehend» eingehalten worden, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Zu Beginn der Demonstration hätten vereinzelt Schilder entfernt oder überklebt werden müssen. Auf einem Plakat stand «Der Türkenhass darf nicht in die Schulbücher». Auf einem anderen war zu lesen: «Versucht nicht, uns zu trennen«. Hitzig wurde es, als ein Zuschauer seine Hand hob und drei Stoffbänder in den Farben der armenischen Nationalfahne zeigte. Ordner mussten schlichtend eingreifen. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot präsent.

Bei der Schlussveranstaltung am Ernst-Reuter-Platz sah es zunächst nicht nach einem friedlichen Ende der Demonstration aus. Der Chef der türkischen Arbeiterpartei, Dogu Perincek, war von der Rednerliste gestrichen worden, da er zuvor angeblich gegenüber Journalisten den Massenmord an den Armeniern geleugnet haben soll. Erst nach minutenlanger Diskussion mit der Einsatzleitung durfte er eine kurze Ansprache halten.

Bereits am vergangenen Mittwoch hatten türkische Nationalisten am Steinplatz in Berlin-Charlottenburg an den Tod von Talat Pascha vor 85 Jahren in Berlin erinnert. Dieser gehörte als türkischer Innenminister zu den Organisatoren der Massaker. Am 15. März 1921 wurde er von einem Armenier am Steinplatz erschossen.
 
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 PostPosted: Sun Mar 19, 2006 11:44 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

Quote:

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutschland/322598
Armenier-Völkermord
Berliner Demo endet friedlich

veröffentlicht: 19.03.06 - 12:04



Berlin (rpo). Die Proteste von rund 1.700 überwiegend türkischen Demonstranten gegen eine Bewertung der Massaker an Armeniern als Völkermord sind in Berlin am Wochenende friedlich zu Ende gegangen. Die Protestierenden forderten die Einrichtung einer unabhängigen Kommission von Historikern, um die Vorfälle zwischen 1915 und 1918 im Osmanischen Reich zu klären. Nach Schätzungen kamen damals mehr als eine Million Armenier ums Leben.

Auf Transparenten forderten verschiedene türkische nationalistische Verbände unter anderem, eine Bundestags-Entschließung wieder aufzuheben. Weiter hieß es auf einem Plakat "Wie kann der ´Völkermord´ vom Parlament in Deutschland 90 Jahre unentdeckt bleiben?" Der Bundestag hatte im vergangenen Juni nachen Wochen langem Gerangel eine Erklärung verabschiedet, bei der der umstrittene Vorwurf des Völkermords zwar nicht im eigentlichen Antragstext, wohl aber in der Begründung verwendet wurde. Die Türkei hatte dabei versucht, eine solche Entschließung abzuwenden.
Werbung:


Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Freitag die Demonstration nur unter der Auflage gestattet, dass weder auf Transparenten noch in Reden oder Schriften ein Völkermord an den Armeniern als Lüge bezeichnet werden dürfe. Nach Polizeiangaben hielten sich die Demonstranten, die aus der gesamten Bundesrepublik angereist waren, an diese Auflagen.

Demonstration stieß auf breite Ablehnung

Die Demonstration war in den vergangenen Tagen auf breite Ablehnung gestoßen. Die Grünen erklärten, bei den Veranstaltern handele es sich um ein Sammelsurium von ultranationalistischen, antieuropäischen und rechtsextremistischen Kräften. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Bergner betonte, der Protest sei eine schlechte Basis für eine Annäherung zwischen Europa und der Türkei.

Der Vorsitzende der CSU im Europaparlament, Markus Ferber, kritisierte die Türkische Gemeinde in Deutschland. Sie habe zwar von einer Teilnahme an den Demonstrationen abgesehen, aber erklärt, dass sie das inhaltliche Ziel teile. In einem Aufruf der Verbände zur Demonstration hieß es, die Europäer sollten aufhören, die Türkei des Völkermords zu bezichtigen, "wenn sie nicht wollen, dass ihre Städte in Flammen stehen wie in Paris".
 
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 PostPosted: Mon Mar 20, 2006 2:38 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

Unabhängige Uebersetzung der türkischen Rede von Dogu Perincek:
(by spongefeld)


Quote:

praesident perinceks berliner rede

wir befinden uns an der roten linie von gallipoli

unsere verehrten freunde, landsleute, seelen im ausland, die bereit sind sich fuer das land und das volk zu opfern
heute ist der 18. maerz. nach 91 jahren befinden wir uns wieder an der front in gallipoli. und wieder muessen wir unser land verteidigen. wir weiten unsere verteidigungslinien aus.

die roten linien von gallipoli
die ganze welt sollte wissen:
die revolutionaere republik, die wir unter fuehrung atatuerks gegruendet haben ist unantastbar.
niemand darf uns in tuerken und kurden trennen und uns in sunnite und alvite aufteilen.
niemand wird in der lage sein unsere armee aus nordzypern zu vertreiben.
niemand wird in der lage sein in istanbul ein neues vatikan entstehen zu lassen.
niemand wird es schaffen, dass wir die luege des armenischen genozids akzeptieren.
stabilitaet in der tuerkei bedeutet stabilitaet auch in deutschand und frankreich.
stoert den inneren freiden in der tuerkei nicht, damit bei euch auch der innere frieden weiter bestehen bleibt.
es existiert mittlreweile in eurer mitte eine weitere tuerkei.

das sind die hundertjaehrigen linien der gallipoli.
diese roten linien konnten bisher nicht und werden auch nicht ueberschritten werden koennen.

wir zeigen der welt die flagge
meine lieben landsleute. zeigt denen die roten linien von gallipoli. weht die flaggen. ja, wir zeigen der welt von berlin aus die flagge.
jene fahnen haben wir auch in lausanne gezeigt.
wir werden sie auch in paris und auch in new york zeigen. ab jetzt ist es ueberall lausanne. in berlin gibt es richter.
wir reichen europa unsere freundschaftshand ueber.
zuerst moechten wir uns bedanken. in berlin gibt es naemlich richter.
wir sind sehr erfreut; die letzten worte friedrich des grossen haben noch geltung.
aber jene worte sind nun veraltet. nun haben wir auch freunde in berlin.
wir begruessen unsere freunde und die richter in berlin.
tuerkisch-deutsche freundschaft beruht auf die existenz und das wirken derer und die wird noch staerker werden.

in berlin gibt es auch die frau merkel
frau merkel ordnete der berliner polizei, dass dieser meeting verboten werden sollte. und zwar zwei mal.
wir wuenschen ihr viel glueck und gesundheit. wir begruessen sie ebenfalls.
manche freundschaften basieren auf fehlern.
die fehler sind die groessten lehrer im leben.
wir, tuerken und deutsche, wir haben in unserer geschichte nie gegenseitig krieg gefuehrt oder uns bekaempft.
witz beiseite, wir wissen, dass frau merkel nicht beabsichtigt ein krieg anzuzetteln.

freundschaften koennen nicht auf der basis des hasses und der luegen aufgebaut werden.
wir wissen alle, dass freundschaften nicht auf der bassis des hasses und der luegen aufgebaut werden koennen.
der armenische genozid ist eine internationale luege.
eine historische luege.
wir haben unser land verteidigt.
wir koennen die tuerkisch-deutsche freundschaft nicht auf luegen errichten.

werkzeug der us-strategie
wir apellieren an den deutschen bundestag, den wir als freund betrachten.
ihr verraet unsere deutsch-tuerkische freundschaft, in dem ihr der tuerkei zu unrecht massenmoerd bezichtigt.
wenn die tuerkei ein genozid ausgeuebt haette, haetten wir als erster darueber berichtet.
der armenische genozid ist ein werkzeug der amerikaner und wird in derem grossen nahost und nord-afrika demokratisierungsplan gezielt eingesetzt.

wir fragen:
wie profitiert deutschland durch die amerikanische invasion im nahen osten und mittelasiens?

wir fordern das bundesparlament auf:
hebt die beschluesse des armenischen genozids wieder auf, das bekanntlich der amerikanischen strategien dient, um eine monopolistische welt zu schaffen.

saet keine hass-samen in die schulbuecher.
wir apellieren erneut an den deutschen bundestag und an die regierungen der einzelnen bundeslaender.
thematisiert nicht die armenische genozid luege in den schulbuechern.
saet kein hass in die herzen der schueler, die nebeneinder den selben schultisch teilen.
auf diese weise schadet ihr auch den armenisch-tuerkischen beziehungen.
es war schon immer so. als bald die beziehungen mit armenien auf dem weg waren sich zu verbessern, haben grosse maechte ihre finger im spiel gehabt und die bezieungen torpediert.
deutschland moege keine dieser grossen maechte sein.
wir vertrauen eurem land, das goethes, beethovens und marxs hervorgebracht hat.

wir sind alle talaat pascha
einst hat kennedy seine rede mit "ich bin ein berliner" begonnen. ich kann leider dies nicht wiederholen. weil ich kein berliner bin. als ein freund, kann ich sie nicht beluegen.
ich rede nicht von "ich" sondern ich sage: "wir alle hier sind talat paschas".
einst wurde talat pascha hier auf der strasse erschossen. heute haben sich hier tausende talat paschas versammelt.
zwar hat man ihn erschossen, aber er lebt in uns weiter.
die vaterlandsliebe von talat pascha, die man nicht niederstrecken kann, ist heute hier anwesend.
sein revolutionaerer, opferbereiter geist ist unter uns.
seine entschossenheit, sein disziplin und seine reife sind heute hier.

an die weltoeffentlichkeit! ihr versteht uns doch, oder?
wir zeigen der welt die fahne
an die weltoeffentlichkeit. ihr versteht doch, welch eine entschlossenheit in uns die roten flaggen in unseren haenden, waehen laesst.
wir begruessen die welt.





Türkische Version
Quote:
Zitat:
Başkan Doğu Perinçek'in Berlin Talat Paşa Mitingi Konuşması
"ÇANAKKALE SİPERİNİN KIRMIZI ÇİZGİLERİNDEYİZ"


Vatan ve Millet Fedaileri, Yurtdışındaki Canlarımız, Aziz Yurttaşlarımız ve Değerli Alman Dostlarımız,
Bugün 18 Mart. 91 yıl sonra bugün yine Çanakkale mevzisindeyiz. Yine vatan savunmasındayız. Berlin de bir Çanakkale siperidir. Vatan savunması hatlarını ileri mevzilerden kuruyoruz.

ÇANAKKALE SİPERİNİN KIRMIZI ÇİZGİLERİ
Bütün dünya bilmelidir:
Büyük Devrimci Atatürk önderliğinde kurduğumuz Devrimci Cumhuriyet'in temellerine dokunulamaz.
Bizi hiç kimse Türk-Kürt diye birbirinden ayıramaz; Sünni-Alevi diye bölemez!
Hiç kimse bizim Ordumuzu Kuzey Kıbrıs'tan çıkartamaz!
İstanbul'u hiç kimse yeni bir Vatikan yapamaz!
Bize hiç kimse, "Ermeni soykırımı" denen yalanı kabul ettiremez!
TÜRKİYE'DE İSTİKRAR ALMANYA'DA İSTİKRAR DEMEKTİR
Türkiye'de istikrar, Almanya'da ve Fransa'da istikrar demektir.
Türkiye'nin iç barış ve huzuruyla oynamayınız, kendi huzur ve barışınızı bozarsınız!
Çünkü sizin içinizde de bir Türkiye var!
Çanakkale siperinin yüzyıllık Kırmızı Çizgileri bunlardır.
Çanakkale'nin Kırmızı Çizgileri geçilememişti ve yine geçilemez!
DÜNYAYA BAYRAK GÖSTERİYORUZ
Aziz Yurttaşlarım, Gösterin dünyaya Çanakkale'nin Kırmızı Çizgilerini! Dalgalandırın al bayraklarımızı! Evet, Dünya'ya Berlin'den bayrak gösteriyoruz! O bayrakları Lozan'dan da gösterdik. Paris'ten ve New York'tan da göstereceğiz! Artık her yer Lozan! Lozan'a kimse dokunamaz! BERLİN'DE YARGIÇLAR VAR
Biz Avrupa'ya dostluk elimizi uzatıyoruz.
Önce teşekkür etmeliyiz: "Berlin'de yargıçlar var."
Büyük Friedrich'in o sözünün hala geçerli olması bizi çok sevindirdi.
Ama artık o söz eksiktir: Berlin'de Türkiye'nin dostları da var!
Berlin'deki o dostları ve o yargıçları selamlıyoruz.
Türkiye-Almanya dostluğu, onlar sayesinde vardır ve onların katkısıyla güçlenecektir.

BERLİN'DE FRAU MERKEL DE VAR
Berlin'de Frau Merkel de var.
Bu mitingi yasaklatmak için Berlin polisine talimat verdi. Hem de iki kez.
Canı sağolsun, bir selam da ona gönderiyoruz!
Bazen dostluklar, yanlışlar sayesinde kurulur.
Yanlışlar, en büyük öğretmenlerdir.
Biz Türkler ve Almanlar, tarihimizde birbirimizle hiç savaşmadık.
Şaka bu ya, Frau Kanzlerin Merkel'in de savaş çıkartmak gibi bir niyeti olmadığını biliyoruz.

DOSTLUKLAR KİN VE YALAN ÜZERİNE KURULMAZ
Ama sanırız herkes bilmektedir ki, dostluklar, kin ve yalan üzerine kurulamaz.
Ermeni soykırımı, uluslararası bir yalandır.
Tarihsel bir yalandır.
Biz vatanımızı savunduk.
Türk Alman dostluğunu, yalanlar üzerine kuramayız.

ABD STRATEJİSİNİN ALETİ
Dost Almanya'nın Federal Meclisi'ne sesleniyoruz.
Türkiye'yi haksız yere "katliamcı" ilan ederek, dostluğumuzu hançerliyorsunuz!
Türkiye katliam yapsaydı, bunu sizden önce biz söylerdik!
"Ermeni katliamı" uydurması, ABD'nin Genişletilmiş Ortadoğu ve Kuzey Afrika Projesi' kapsamındaki bir alettir.

Soruyoruz:
ABD'nin Ortadoğu ve Orta Asya'yı denetim altına almasında Almanya'nın hangi çıkarı vardır?
Federal Meclis'ten talep ediyoruz:
ABD'nin Tek Kutuplu Dünya stratejisine hizmet eden "Ermeni Kırımı" kararını kaldırınız!

DERS KİTAPLARINA KİN TOHUMLARI SERPMEYİNİZ
Almanya'nın Federal Hükümetine ve federe hükümetlere bir kez daha sesleniyoruz:
"Ermeni kırımı" yalanlarını ders kitaplarına koymayınız!
Almanya'da aynı sırada okuyan çocuklarımızın körpe yüreklerine ırkçı kin tohumları serpmeyiniz!br> Bu yanlış uygulamalarınızla Türk-Ermeni ilişkilerine de zarar veriyorsunuz!
Zaten hep böyle olmuştur. Türk-Ermeni ilişkilerini çıkar uğruna dinamitleyenler, dün de bugün de büyük devletlerdir.
Almanya, o "büyük devletler"den olmasın!
Goethe'lerin, Beethoven'lerin ve Marx'ların insanlık duygusuna ve zekasına güveniyoruz.

WIR SIND ALLE TALAT PAŞA
Bir tarihte Kennedy Berlin'de konuşmasına "Ich bin ein Berliner" (Ben bir Berlin'liyim) diye başlamıştı. Ben öyle diyemiyeceğim. Çünkü Berlin'li değilim. Dostunuz olarak size gerçek dışı bir beyanda bulunamam.
Konuşmama birinci tekil şahıs zamiriyle değil, birinci çoğul şahısla son veriyorum: "Wir sind alle hier ein Talat Paşa." (Biz burada hepimiz bir Talat Paşa'yız)
Berlin'in bir caddesinde bir Talat Paşa vurulmuştu. Şimdi onun vurulduğu yerde binlerce Talat Paşa toplanmıştır.
Bakın, demek ki Talat Paşa vurulmuş ama vurulamamış!
Talat Paşa'nın vurulamayan vatanseverliği burada!
Talat Paşa'nın öldürülemeyen devrimci fedai ruhu burada!
Talat Paşa'nın kararlılık, disiplin, vakar ve ağırbaşlılığı burada!

EY DÜNYA BİZİ ANLIYORSUN DEĞİL Mİ
Dünyaya bayrak gösteriyoruz!
Ey dünya,
Bu al bayrakları hangi iradenin böyle dalgalandırdığını anlıyorsunuz değil mi?
Dünyayı selamlıyoruz!

 
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iminhokis
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 PostPosted: Tue Mar 21, 2006 11:59 am    Post subject: Reply with quote Back to top

Artikel und Radiostream hier: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/481422/

Quote:

20.03.2006 · 17:35 Uhr
Eriwan: Fotowand mit den Konterfeis von Überlebenden des Völkermords an den Armeniern vor 90 Jahren (Bild: AP) Eriwan: Fotowand mit den Konterfeis von Überlebenden des Völkermords an den Armeniern vor 90 Jahren (Bild: AP)
"Kein Grund, die Geschichte umzuschreiben"
Historiker kritisiert Istanbuler Konferenz über Völkermord an den Armeniern
Moderation: Doris Schäfer-Noske

Der Historiker Wolfgang Gust hat die Vorträge einiger Historiker auf der Istanbuler Konferenz über den Völkermord an den Armeniern heftig kritisiert. Immer wieder versuchten türkische Geschichtswissenschaftler, den Völkermord an den Armeniern zu leugnen, sagte Wolfgang Gust. Die Vernichtungsabsicht der osmanischen Regierung gegenüber den Armeniern sei in den deutschen Dokumenten wiederholt belegt, betonte der Historiker.

Schäffer-Noske: Bei einer Großdemonstration am Samstag in Berlin war es verboten, eine Lüge zu propagieren. Rund 1700 türkische Nationalisten haben da gegen die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags demonstriert. In dieser Resolution hatte der Bundestag die Deportation und Vernichtung von 1,5 Millionen Armeniern 1915 und 1916 als Völkermord verurteilt und die Polizei muss nun prüfen, ob Demonstranten, etwa auf Plakaten, diesen Völkermord geleugnet haben.

An der Universität Istanbul hat eine Konferenz zu den Massakern an den Armenien stattgefunden, dort stellten vor allem türkische Historiker ihre neuen Ergebnisse vor und darunter waren auch Leute, die die Verantwortlichkeit des osmanischen Reiches für den Völkermord bestritten. Frage an den Armenien-Experten Wolfgang Gust, Herr Gust, muss nach dieser Konferenz die Geschichte umgeschrieben werden?

Gust: Nein, überhaupt nicht. Ich sehe überhaupt gar keinen Grund, die Geschichte umzuschreiben, jedenfalls die Geschichte, dass ein Völkermord stattgefunden hat, umzuschreiben. Diese Konferenz ist eine der typischen Konferenzen, die schon mehrfach stattgefunden haben, aber vielleicht nicht in dieser Öffentlichkeit, in der türkische Historiker versuchen, wahrscheinlich im staatlichen Auftrag, den Völkermord zu leugnen.

Schäffer-Noske: In einem der Vorträge wurde ja der osmanische Innenminister Talaat, der bisher als treibende Kraft des Genozids galt, als positiv hervorgehoben, er habe die deportierten Armenier vor Übergriffen geschützt und habe Türken hinrichten lassen, wenn sie sich an den Armeniern vergriffen, hieß es da. Sind denn solche Thesen nach Ihrer Ansicht haltbar?

Gust: Nein, sie sind meiner Ansicht nach, in der Form jedenfalls, nicht haltbar. Ich bin zwar kein Spezialist der türkischen Geschichte, ich spreche auch kein Türkisch, aber ich weiß aus den deutschen Dokumenten, dass zwar einige Offiziere hingerichtet, oder Türken hingerichtet, worden sind, aber von Cemal, der unten in Syrien Armeechef war, und Cemal verhandelte zu der Zeit mit den Franzosen. Da gibt es also einen politischen Hintergrund, der dazu geführt hat. Bei Talaat, wenn Talaat Leute hinrichten ließ, dann vermute ich etwas ganz, ganz anderes, in den deutschen Dokumenten ist oft davon die Rede, dass die Türken sich furchtbar bereichert hätten, und dass einige hingerichtet worden sind, weil sie diese Bereichung dann an ihre Chefs, das waren ihre türkischen Chefs, die jungen türkischen Chefs, nicht weiter gegeben haben.

Auch Atatürk selbst hat später Leute hinrichten lassen, die den Armeniern furchtbar zugesetzt haben, aber nicht, weil diese Leute den Armeniern zugesetzt haben, sondern weil sie einen Putsch gegen ihn geplant haben. Und dann kommt das Zweite hinzu, dass der Talaat Befehle ausgegeben habe, um die Armenier zu schützen, das kommt auch in den deutschen Unterlagen vor, aber mit dem Zusatz, dass das Scheinbefehle sind. Er hat sofort hinterher Emissäre runtergeschickt, dass diese Befehle wieder vernichtet werden.

Schäffer-Noske: Der deutsch-türkische Historiker Cem Özgönül hat wohl bei dieser Konferenz zum ersten Mal Dokumente des Auswärtigen Amtes unter die Lupe genommen und sie mit den Versionen des Armeniers Johannes Lepsius verglichen. Nun ist Lepsius quasi der Begründer der Genozidthese und der Historiker kommt zu dem Ergebnis, Lepsius hat die Völkermordbegründungen gefälscht. Kann da was dran sein?

Gust: Also, erstens hat er diese Arbeit nicht gemacht, sondern wir, meine Frau und ich, wir haben sie gemacht. Wie haben Dokument für Dokument geprüft, haben in all diesen Dokumenten die Stellen kenntlich gemacht, in denen Lepsius abgewichen ist, von den Originalen. Dieses alles können sie im Internet unter www.armenocide.de nachlesen. Ob er überhaupt im Auswärtigen Amt war, und sich das angesehen hat, weiß ich nicht. Er braucht es gar nicht. Er kann sich das alles im Internet angucken. Aber, seine Schlussfolgerung, die er daraus zieht, die sind aberwitzig. Es gibt so wahnsinnig viele Dinge, beispielsweise die Opferzahlen, hätte der Lepsius übertrieben, es gibt ein einziges Dokument, wo die Opferzahlen wahrscheinlich vom Auswärtigen Amt herabgesetzt worden sind. Aber es gibt andere Dokumente, in denen die Opferzahlen sogar noch höher sind. Also ich bezweifle, dass dieser Mensch überhaut im Auswärtigen Amt sich diese Dokumente angeguckt hat.

Schäffer-Noske: Andere türkische Historiker haben auf der Konferenz die Auffassung vertreten, die osmanische Regierung habe keine Vernichtungsabsicht gehabt. Oder zumindest seien die armenischen Aufständischen genau so schlimm gewesen, wie die Osmanen. Was halten Sie davon?

Gust: Also, die Vernichtungsabsicht, die ist in den deutschen Dokumenten so oft belegt, dass nach Meinung der Deutschen die Osmanen eine ganz klare Vernichtungsabsicht hatten. Sie wollten die Armenier vernichten. So steht es in zehn, zwanzig Dokumenten von sehr prominenten Diplomaten. Das kann ich nur dagegen halten. Ich war nicht dabei. Aber die waren dabei und haben das gesehen. Und dass es armenische Revolutionäre gab, die auch etwas erreichen wollten, ist ganz ohne Frage so gewesen.

Nur, ist das ein Grund, wenn es ein paar oder auch ein paar hundert armenische Revolutionäre gibt, alle Armenier umzubringen? Das steht doch in gar keiner Relation. Es wir immer wieder von diesen armenischen Rachefeldzügen gesprochen und davon, dass die Armenier Türken getötet haben, das stimmt, nur, dass sind Rachefeldzüge gewesen, von 1917, mit denen kann man natürlich nicht den Völkermord an den Armeniern von 1915 begründen. Und das sind diese Dinge, die mich immer wieder ärgern. Es ist eine, wie bei den deutschen Neonazis, es wird verdreht und verschoben und wer keine Ahnung davon hat, oder wenig Ahnung davon hat, lässt sich davon beeindrucken. Für mich ist es nur ärgerlich.

Schäffer-Noske: Der Armenienexperte Wolfgang Gust war das über eine Konferenz in Istanbul zum Völkermord an den Armeniern.
 
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Sarkis
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 PostPosted: Tue Mar 21, 2006 3:50 pm    Post subject: Körting: Demo von Nationalisten hat ein Nachspiel Reply with quote Back to top

Die Welt
Artikel erschienen am Di, 21. März 2006

http://www.welt.de/data/2006/03/21/863171.html

Körting: Demo von Nationalisten hat ein Nachspiel


Die Demonstration türkischer Nationalisten am vergangenen Sonnabend in Berlin hat laut Innensenator Ehrhart Körting (SPD) ein Nachspiel. Gegen den Chef der türkischen Arbeiterpartei, Dogu Perincek, werde ein ausländerrechtliches Verfahren geprüft, weil dieser bei der Kundgebung den Massenmord an den Armeniern geleugnet habe, sagte Körting gestern. Dies könne zur Folge haben, dass Perincek künftig nicht mehr nach Deutschland einreisen dürfe. Mit der Leugnung des Genozids sei der Versammlungsbehörde zudem die Vorlage für einen restriktiven Umgang bei einer Wiederholung dieser Demonstration geliefert worden, sagte der Innensenator im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. "Die Chancen für ein Versammlungsverbot sind jetzt wesentlich höher, und wir werden diese Möglichkeit auch nutzen." Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte die ursprünglich von der Polizei verbotene Demonstration erst am Freitag unter strengen Auflagen zugelassen. So durfte weder auf Transparenten noch in Ansprachen der Genozid an den Armeniern als Lüge bezeichnet werden. Die Teilnehmer wollten gegen den Vorwurf des Völkermordes 1915 im Osmanischen Reich an den Armeniern demonstrieren. Nach Polizeiangaben beteiligten sich 1700 Demonstranten an dem Umzug von der Urania nach Charlottenburg.


Die Veranstalter hatten mit mehreren zehntausend Demonstranten gerechnet. "Es ist kein Massenaufmarsch geworden", betonte der Sensator. Volker Ratzmann von der Grünen-Fraktion begrüßte, daß die Demonstration in Berlin keine nennenswerte Unterstützung gefunden habe. Die Bundeshauptstadt habe sich dazu bekannt, daß die Ermordung der Armenier ein Genozid war.

Die Demonstranten hatten unter anderem die Rücknahme einer Bundestagsresolution vom vergangenen Jahr verlangt. Darin war die Türkei zum offenen Dialog über die Massaker an den Armeniern aufgefordert worden, bei denen mehr als eine Million Menschen ums Leben kamen. Die Türkische Gemeinde in Deutschland und liberale türkische Verbände hatten sich von der Demonstration distanziert. dpa
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