www.armenian.ch Association Suisse-Arménie
Perinçek: Revue de Presse
 

050806|BielerT|Erboste Türken laden Deiss wieder aus
Voir l'article précédent :: Voir l'article suivant  
Bieler Tagblatt

Türkei: Armenierfrage

Erboste Türken laden Deiss wieder aus

Angeblich wegen «Terminproblemen» hat der türkische Handelsminister Kürsad Tüzmen ein geplantes Treffen mit Bundesrat Joseph Deiss abgesagt. Tatsächlich ist die Türkei sauer auf die Schweiz.



sda. Die Absage sei am Dienstag dem Schweizer Botschafter Walter Gyger vom Aussenministerium in Ankara mitgeteilt worden, bestätigte Christophe Hans, Sprecher des Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartements (EVD), gestern Berichte im «Tages-Anzeiger» und in der Genfer Tageszeitung «Le Temps». Das Treffen mit Deiss sei jedoch nicht annulliert, sondern lediglich bis auf weiteres «verschoben» worden.


Wogen glätten


Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Türkei erreichten damit einen neuen Tiefpunkt, nachdem die Schweiz Ermittlungen gegen den Historiker Yusuf Halacoglu und den Chef der linksnationalistischen türkischen Arbeiterpartei, Dogu Perinçek, wegen Leugnung des Völkermordes an den Armeniern 1915 einleitete. Der türkische Botschafter in der Schweiz, Alev Kiliç, versuchte noch am Freitag die Wogen zu glätten. Er zeigte Verständnis dafür, dass die Menschen in der Schweiz eine Verbindung herstellten zwischen der Ausladung und dem Streit um die Armenierfrage. «Die Ereignisse haben zwar einen Schatten auf die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Türkei geworfen», gab Kiliç zu. Doch sie stünden nicht im Zusammenhang mit der «Verschiebung» des Treffens.


Keine Auswirkungen


Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder erwarten weder die Schweiz noch die Türkei. Nach Ansicht von Gregor Kündig, Mitglied der Geschäftsleitung von Economiesuisse, dürften auch die Verhandlungen über ein von der Wirtschaft gefordertes Doppelbesteuerungsabkommen dadurch nicht verzögert werden.
Die Gesellschaft Schweiz-Armenien warf den Behörden «Schwäche» gegenüber der Türkei vor. Bern sei nicht in der Lage, die demokratischen Regeln vor seine wirtschaftlichen Beziehungen zu stellen.

Motherhome | Retour à la Revue de Presse | Retour haut de la page

Association Suisse-Arménie - Gesellschaft Schweiz-Armenien