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Turquie-EU: Revue de Presse
 

050525|mix|Grave violation du droit d'expression en Turquie
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Justizminister Cicek zum Rücktritt aufgefordert

In einer gemeinsamen Erklärung haben zivilgesellschaftliche Organisationen und Akademiker aufgrund der in Istanbul geplatzten Armenien-Konferenz Justizminister Cicek zum Rücktritt aufgefordert. In dem Text heißt es: „Die Anschuldigung des Vaterlandsverrats von Justizminister Cemil Cicek gegen die Organisatoren einer Versammlung, die noch nicht einmal begonnen hat, ist politisch verantwortungslos und gleichzeitig ein typisches Beispiel für eine extralegale Urteilsvollstreckung. In einer Demokratie und in demokratischen Regierungen ist kein Platz für einen Minister, der das Recht auf diese Weise verletzt, und schon gar nicht für einen Justizminister. Auch die Bezeichnung „Verräterprojekt“ des CHP-Abgeordneten Elekdag ist besorgniserregend. Wer auf diese Weise provoziert, sollte auch die Verantwortung für mögliche gefährliche Entwicklungen übernehmen. Wir verurteilen das unrechtmäßige und provozierende Verhalten von Justizminister Cicek und fordern ihn zum Rücktritt auf.“

Unterzeichnet wurde die Erklärung von folgenden Organisationen, Einrichtungen und Einzelpersonen:

AMARGI (Frauenakademie), Prof. Dr. Baskin Oran (Vorsitzender des Studiengangs Internationale Beziehungen an der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara), Yurdagül Erkoca (Koordinator der Zeitung Beyoglu), Friedensinitiative, Initiative gegen Gedankenschuld, Internationale Kampfliga der Völker, Helsinki Bürgerverein, Nadire Mater (Vorsitzende der Kommunikationsstiftung IPS), Menschenrechtsverein, Orhan Kemal Cengiz (Vorsitzender des Vereins für die Menschenrechtsagenda), Prof. Dr. Gençay Gürsoy (Vorsitzender der Ärztekammer Istanbul), Zafer Kaplan (Vorsitzender der Apothekerkammer Istanbul), Rifat Yüzbasioglu (Vorsitzender der Zahnärztekammer Istanbul), Menschenrechte für Frauen, Frauen-Solidaritätsstiftung (KADAV), KAOS-GL, Homosexuelle Initiative Lambda Istanbul, Initiative für eine Türkei ohne Minen, Ayhan Bilgen (Vorsitzender von Mazlum-Der), Friedensplattform der Sabanci-Universität, Geschichtsstiftung, Menschenrechtsstiftung der Türkei, PEN-Club Türkei, Amnesty International Türkei, Fliegender Besen, Prof. Tahsin Yesildere (Vorsitzender des Vereins für Lehrkräfte an den Universitäten).

Anklage gegen Justizminister Cicek

Der Menschenrechtsverein IHD und der Zeitgenössische Anwaltsverein CHD in Izmir haben Anzeige gegen Justizminister Cicek gestellt, weil er mit seinen Verlautbarungen die Armenien-Konferenz verhindert und damit gegen die Verfassung verstoßen hat.

Durchführung der Konferenz gefordert

51 Lehrkräft der Fakultät für Literatur und Kommunikation an der Ege-Universität haben auf einer Kundgebung die Verhinderung der Konferenz als einen Eingriff in die Freiheit der Wissenschaft bewertet und die Durchführung der Konferenz gefordert.

Quelle: Özgür Politika, 28.05.2005

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"Nie hatte ein Volk reinere Hände als das türkische"
Armenienkonferenz nach Drohungen abgesagt

von Boris Kalnoky

Istanbul - Eigentlich sollte gestern in Istanbul eine Historiker-Konferenz zur armenischen Tragödie in der Türkei 1915-16 stattfinden. Sie wäre bemerkenswert gewesen. Drei angesehene staatliche Universitäten (Bogazici, Bilgi und Sabanci) waren die Organisatoren, und trotz dieser staatlichen Dimension ging es nicht darum, einmal mehr laut zu rufen, daß es nie einen Genozid gegeben habe.

Vielmehr war die Konferenz dem Thema "wissenschaftliche Verantwortung und Demokratie" gewidmet und versuchte damit die Gratwanderung zwischen den beiden extremen Positionen der türkischen Regierung und der armenischen Diaspora, um irgendwo in der Mitte der Wahrheit näherzukommen. Die türkische Position lautet, 300 000 Armenier kamen bei einer Verkettung unglücklicher Umstände ums Leben, beabsichtigt war das nicht, und Behauptungen eines Genozids sind verantwortungslose Attacken gegen den türkischen Staat. Die Armenier behaupten, 1,5 Millionen ihrer Landsleute wurden absichtlich massakriert, um das armenische Volk in der Türkei auszulöschen.

Gerne hätte man einmal etwas Vernünftiges zu dem Thema gehört, aber die Konferenz findet nicht statt. Einer der Organisatoren, Halil Berktay, nannte dieser Zeitung als Grund eine "schreckliche Rede" von Justizminister Cicek. Der hatte laut Medienberichten im Vorfeld der Konferenz vor dem Parlament gesagt, die Teilnehmer seien allesamt armenisch gesinnt und würden "der Türkei das Messer in den Rücken stoßen". Was hat es zu bedeuten, fragte der Minister, wenn das Land, mit der Regierung und der Opposition, Staat und Volk gemeinsam versuchen, die Behauptung vom angeblichen Armeniergenozid zu widerlegen, und dann die Universität Bogayici dann diesen Bemühungen in den Rücken fällt? "Wie können wir so ein bestimmtes Parlament überzeugen? Sie werden sagen, geht und überzeugt die Unviversität Bogazici", sagte Cicek. Und fügte hinzu, nie habe ein Volk reinere Hände und ein reineres Gewissen gehabt als das türkische.

Ob es stimmt, daß ein Abgeordneter der Regierungspartei AKP gar das Volk aufrief, "die Hand zu erheben" gegen solch verräterische Umtriebe, tut kaum noch etwas zur Sache. Jedenfalls sahen sich die Organisatoren einer solchen Welle einschüchternder Deklarationen ausgesetzt, daß das Rektorat der Universität Bogazici folgende Erklärung veröffentlichte: "Wir sind besorgt darüber, daß die pauschalen Urteile über eine Konferenz, die noch nicht stattgefunden hat, der wissenschaftlichen Freiheit einer staatlichen Universität schaden werden."

Artikel erschienen am Do, 26. Mai 2005

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http://www.ksta.de/html/artikel/1117221522274.shtml
VON GERD HÖHLER, 30.05.05, 07:22h

Anzeige gegen türkischen Minister

Ministerpräsident Tayyip Erdogan unterstützt seinen Justizminister nicht.


Ankara - In der Türkei flammt die Kontroverse um die Armenier-Verfolgungen im Osmanischen Reich wieder auf. Nachdem Justizminister Cemil Cicek vergangene Woche die Teilnehmer einer geplanten Akademikerkonferenz über die Armenierfrage als „Verräter“ gebrandmarkt und damit die Absage der Tagung erreicht hatte, muss sich nun die Staatsanwaltschaft mit dem Fall beschäftigen: Ein Anwaltsverband und der Menschenrechtsverein von Izmir erstatteten am Wochenende Anzeige gegen den Minister. Er habe mit seinen Äußerungen gegen die Verfassung verstoßen, lautet die Begründung.

Die Konferenz, zu der sich auch zahlreiche namhafte ausländische Wissenschaftler angemeldet hatten, sollte sich mit dem Schicksal der Armenier im Ersten Weltkrieg beschäftigen. Nach armenischer Darstellung, die von den meisten internationalen Historikern geteilt wird, fielen damals im untergehenden Osmanischen Reich fast 1,5 Millionen Armenier einem Völkermord zum Opfer. Die Türkei bestreitet das. Justizminister Cicek hatte den Veranstaltern und Teilnehmern der geplanten Konferenz mit dem Titel „Ottomanische Armenier während dem Fall des Reiches“ vorgeworfen, sie stießen „der Türkei einen Dolch in den Rücken“ und strafrechtliche Konsequenzen angedeutet. Die staatliche Bosporus-Universität, an der die Konferenz stattfinden sollte, sagte die Veranstaltung daraufhin ab.

Die Intervention des Justizministers hat in Teilen der türkischen Öffentlichkeit und im Ausland Kritik und Empörung ausgelöst. „Wir haben wieder einmal das getan, was wir am besten können: uns selbst ins Bein geschossen“, kommentierte der angesehene Kolumnist Metin Münir in der Zeitung „Vatan“. Der Historiker Andreas Riedlmayer von der Harvard Universität meinte: „Dies ist kein guter Tag für die akademische Freiheit in der Türkei.“ Ein EU-Diplomat in Ankara sagte, die „autoritären“ Äußerungen des Justizministers stellten den Reformprozess in der Türkei in Frage. Ministerpräsident Tayyip Erdogan ging auf Distanz zu seinem Minister und sagte, ihn hätte es nicht gestört, wenn die Konferenz stattgefunden hätte.
(KStA)


Neue Zürcher Zeitung
26. Mai 2005
van Gent A.

Aufgefallen

Absage in Istanbul

it. (Istanbul) Die für den Mittwoch angekündigte Konferenz von drei
renommierten Istanbuler Universitäten (Bosporus, Bilgin und Sabanci)
zur Armenierfrage schien vielversprechend: Gemäss dem Programm wollten
türkische Historiker, Soziologen und Journalisten während eines
dreitägigen Symposiums den Fragen nachgehen, was in den
verhängnisvollen Jahren 1913-1918 in Anatolien genau vor sich gegangen
war, was "die Welt weiss, wir aber nicht", und seit wann die armenische
Frage in der Türkei zu einem Tabu wurde.

Die Teilnahme von Historikern wie Halil Berktay und Taner Akcam, welche
in dieser Frage eine andere Auffassung als die offizielle vertreten,
sprach für die Vielstimmigkeit der Konferenz.

Die erste negative Stellungnahme zu dem Treffen der Istanbuler
Wissenschafter kam vom Vorsitzenden des staatlichen Instituts für
Geschichte, Yusuf Halacoglu. "Diese Leute vertreten die Auslegung der
armenischen Diaspora. Von wem werden sie bezahlt?", fragte er bösartig.
Dann liefen die Massenzeitungen "Milliyet" und "Hürriyet" Sturm gegen
die Andersdenkenden. Der heftigste Angriff kam aber vom Justizminister
Cemil Cicek. Er nannte das Symposium einen "Dolch in den Rücken der
türkischen Nation" und bezeichnete die Wissenschafter seines Landes
kurzerhand als "Verräter". Die Konferenz wurde abgesagt.

Nun fragt man sich, welche Folgen die verhinderte Konferenz auf die
Freiheit der Wissenschaft in der Türkei haben könnte. Die
Schriftstellerin Fethiye Cetin sagt, sie sei entsetzt. Sie findet, die
Regierung Erdogan könne von ihrem Reformwillen etwa in Bezug auf
Meinungsfreiheit niemanden mehr überzeugen.




Ankara Under Fire Over Armenian Conference Cancellation


26. 5. 2005


By Sibel Utku Bila

(AFP) - Turkey came under fire Thursday for halting a landmark conference questioning the official line on the mass killings of Armenians under the Ottoman Empire, as European Union diplomats warned that Ankara's democratic credentials had taken a serious blow.

Istanbul's prestigious Bogazici University, where the gathering was to open Wednesday, put off the event after Justice Minister Cemil Cicek accused the participants -- Turkish academics and intellectuals who dispute Ankara's version of the 1915-1917 massacres -- of "treason." Cicek condemned the initiative as "a stab in the back to the Turkish nation" and said the organizers deserved to be prosecuted.

The killings, one of the most controversial episodes in Ottoman history, is rarely discussed in schools and the aborted conference would have been the first by Turkish personalities to question the official stand on the events. Several countries have recognized the massacres as genocide -- a theory Turkey fiercely rejects -- and Brussels has urged Ankara to face its past and expand freedom of speech.

"The remarks of the justice minister are unacceptable. This is an authoritarian approach raising questions over Turkey's reform process," a diplomat from an EU country told AFP on the condition of anonymity.

"Now it is a real watershed. We expect government action to correct Cicek's remarks," he said. "It's up to the government to decide what to do. Doing nothing would be also a choice, but certainly not in favor of Turkey's EU membership prospects."

Another EU diplomat regretted the postponement of the conference because it "would have reflected the evolution taking place in Turkish society." The EU is looking forward for the conference to be rescheduled, he said, adding: "The Europeans will keep on insisting that civil society has a great role to play in Turkey."

The Turkish media too lashed out at the justice minister, saying his outburst cast a pall on freedom of expression in the country and played into the hands of a mounting Armenian campaign to have the massacres recognized internationally as genocide.

"Zero tolerance to freedom," the Radikal daily trumpeted on its front page, while Milliyet's headline declared: "Democracy takes a blow."

"What, really, is treason? To hold a conference in order to start a debate in Turkey on a Turkish problem debated almost everywhere in the world, or to brand as 'traitors' people who may think differently at a time when Turkey is waging a battle for democracy in the face of many obstacles?" wrote columnist Murat Celikkan in Radikal.

"Cemil Cicek should resign as justice minister and if does not, he should be forced to do so," he said.



Turkish professors condemn reaction to conference on Armenian issue

NTV television, Istanbul
25 May 05

Issuing a statement on the postponement of the conference on "Ottoman
Armenians during the collapse of the empire," the organizing committee
condemned attempts to pinpoint the Bogazici University as a target.

Selim Deringil and Edhem Eldem, who are members of the organizing
committee, held a news conference. Eldem said that the targeting of a
state university with unfair accusations is worrisome, adding that
Turkey will be the side to lose most from this action.

Noting that their aim is to leave aside the bellicose and sterile
style and discuss the issue within a broad historical perspective,
Selim Deringil said, in turn, that the policy of the government or of
the official circles does not bind them, adding that they are not
obliged to be of the same opinion with them.

And a group of Bogazici University students held a protest action on
the campus, asserting that a concerted campaign is being waged against
the independence of the university.

The organizing committee said that the conference organization and
advisory boards will meet to decide the future course.




La première conférence sur la question arménienne en Turquie reportée en raisons de pressions


http://permanent.nouvelobs.com/cgi/mail/qobs_test?rub=etranger&cle=20050525.FAP7274&date=2005.0525

(Le Nouvel Observateur- Paris) - Les universités turques ont décidé de reporter sous la pression la première conférence sur la question arménienne en Turquie qui devait se tenir du 25 au 27 mai à l'université Bogaziçi. Organisée à l'initiative du Département de littérature comparée de l'université Belgi, du département d'histoire de l'université Bogaziçi et du programme d'histoire de l'université Sabanci la conférence avait pour théme " Les Arméniens ottomans durant le déclin de l'empire : questions de responsabilité scientifique et démocratie ".

Les trois universités turques ont annoncé leur décision après que les organisateurs aient été accusés par un ministre du gouvernement de "trahison".

Dans un communiqué la prestigieuse université de Bogazici d'Istanbul a dénoncé « les accusations sérieuses » auxquelles les organisateurs ont fait face avant même que l'événement ait commencé. « A la lumière des conséquences qui peuvent résulter de tenir la conférence dans de telles circonstances, nous avons décidé qu'il était plus approprié de remettre le rassemblement » indique le communiqué.

Durant la conférence de trois jours, qui devait s?ouvrir aujourd?hui [mercredi] à l'université Bogaziçi d'Istanbul, les universitaires souhaitaient remettre en cause la position officielle de la Turquie sur le génocide arménien.

L'ajournement ? un signe que la Turquie peut ne pas être prête à tolérer des voix
discordantes sur les sujets sensibles -- pourrait être un coup aux efforts de la Turquie de rejoindre l'union européenne, ce dernier le pressant d?adopter une position plus libérale.

Dans un discours au parlement mardi, le ministre turc de la justice Cemil Cicek avait sévèrement critiqué la conférence, indiquant qu?elle allait à l?encontre des efforts du gouvernement de contrer une campagne arménienne qui vise à faire reconnaître les massacres comme un génocide. « Cest un coup dans le dos de la nation turque... c'est irresponsable » a déclaré M.Cicek ajoutant « nous devons mettre un terme à ce cycle de trahison et d?insultes, à cette propagande contre la nation [Turque] par des personnes qui en sont issues ».

D'autre part, Sukru Elekdag, ancien ambassadeur de Turquie aux USA et actuel député du parti CHP, parti d?opposition (parti républicain du peuple) a décrit la conférence comme « un projet déloyal » destinée à disséminer la propagande pro-Arménienne « sous l'apparence de la recherche. » Dans son édition du 23 mai le journal Milliyet voit la raison du conflit dans des condamnations mutuelles des attaquants et des défenseurs de la politique négationniste de la Turquie. Le quotidien Hurriyet a écrit le même jour que « l'intelligentsia a pris peur en raison d'une conférence consacré à la question arménienne et a déclaré la guerre à une conférence qui n'a pas même pas commencé ».

Le Professeur Ilber Ortayli de l?université de Galatasaray a condamné les organisateurs de
la conférence « tous les scientifiques invités sont les mêmes qui sont toujours
invités. Il est impossible d'avoir des discussions saines dans de telles conditions. J'ai appris qu'ils n'ont pas invité le président de la Fondation d?Histoire Turque Yusuf Halacoglu mais ils ne devraient pas se passer du spécialiste de droit international Gunduz Aktan. Des questions légales seront traitées par le philosophe Murad Belge. ».

M. Belge a répondu dans les pages de Radikal « Ortayli indique que tous les invités proviennent de cercles célèbres. Oui en effet, il n'est pas dans ces cercles car il a préféré une autre équipe. Il n'est pas ignorant et sait donc que ses mots sont erronés. Mais son choix ne laisse aucune place à une alternative ».

En attendant, M.Halacoglu a accusé les organisateurs de s?être «  abandonné à la Diaspora arménienne » et dit « ceux qui expriment des opinions du côté arménien sont invités tandis
que je ne le suis pas. Si j'exprime l'opinion officielle, alors ils préférent les vues de la Diaspora ».

Le journal Hurriyet note que Halil Berktay a répondu à tous les critiques au nom du comité
d'organisation. Il a déclaré « la thèse officielle sur la question arménienne était presque l'idéologie dominante en Turquie depuis des décennies. La plupart d'entre nous ont appris chaque phrase d'elle par coeur. Pour cette raison il n'y a aucun besoin qu' Elekdag ou
Halacoglu viennent nous éclairez. Il y a beaucoup de conférences dans notre pays consacré à la question arménienne. Mais tous étaient d?un seul sens : aucun historien indépendant n'a jamais été invité à aucune d'entre elles. Pour une, les initiateurs d'une conférence soutenue par le centre eurasien pour les études stratégiques et le Conseil de sécurité nationale ont sonné de la trompette qu'ils ne m?inviteront pas. Par conséquent, les plaintes de ceux qui se tiennent sur la position officielle devraient être prises en tant que mauvaise humeur ».

Muge Gocek, un professeur de sociologie de l'université du Michigan qui a voyagé
à Istanbul pour la conférence, a déclarée sa totale « désillusion ». « Je suis très triste et déçue.Cela devait être un forum qui prouve que la démocratie fonctionne en Turquie et que des voix discordantes peuvent être entendues.Comment quelqu?un peut me juger sans auditionner ce que je veux dire? » a-t-telle demandé.

Selon l?agence de presse Reuters un diplomate de l?UE qui a souhaité garder l?anonymat a qualifié les remarques de M. Cicek d?« incroyables » ajoutant « Il tue non seulement la politique du gouvernement sur la question arménienne. Il tue également le soutien de l?UE à la Turquie »

Pour Hrant Dink, rédacteur de l?hebdomadaire arménien Agos et participant à la conférence « ceci renforce la main de ceux de l?extérieur qui disent la Turquie n'a pas changé, elle n'est pas assez démocratique pour discuter de la question arménienne » concluant « cela montre également qu'il y a une différence entre ce que le gouvernement indique et ses intentions. »






International

Turquie: report d'une conférence sur le génocide arménien après des pressions gouvernementales

AP | 25.05.05 | 19:03


ANKARA (AP) -- Trois universités turques ont reporté sine die une conférence sur le génocide arménien, à la suite de déclarations du ministre de la justice accusant pratiquement les organisateurs d'être des traîtres.
Cette réunion, qui devait se tenir de mercredi à vendredi, avait pour cadre l'Université du Bosphore à Istanbul en association avec deux autres établissements. Elle devait permettre de débattre de la position officielle turque selon laquelle il n'y a pas eu de génocide en 1915 mais seulement des massacres dans le contexte de la première guerre mondiale, les victimes étant aussi bien arméniennes que turques.
Mardi devant le Parlement, le ministre de la justice Cemil Cicek avait critiqué très durement cette initiative en soulignant qu'elle allait à l'encontre des efforts du gouvernement de contrer la campagne des Arméniens visant à faire reconnaître ces tueries comme un génocide. Certains «disent qu'il n'y a pas de liberté; eh bien, il y a la liberté de poignarder les gens dans le dos et de proférer des mensonges (...) Nous devons mettre un terme à cette phase de propagande (...) de trahison», a dit le ministre.
Le massacre des Arméniens aurait fait jusqu'à 1,5 million de morts entre 1915 et 1923, Ankara avançant le chiffre de 300.000 morts. Ces événements sont rarement évoqués dans l'enseignement local et il devait s'agir du premier débat remettant en question la version officielle de l'histoire turque. Plusieurs centaines de participants, dont des universitaires venus de l'étranger, étaient attendus à cette conférence organisée par les universités du Bosphore, de Bilgi et de Sabanci.
Muge Gocek, professeure de sociologie à l'université du Michigan qui avait fait le voyage des Etats-Unis pour l'occasion, n'a pas caché sa «tristesse et (sa) déception»: «Ca aurait été un forum montrant que la démocratie fonctionnait en Turquie et que des voix différentes pouvaient être entendues». AP


Armenian conference delayed

http://www.hurriyetim.com.tr/haber/0,,sid~381@nvid~581700,00.asp


The conference on "Ottoman Armenians During the Collapse of the Empire" to be held at Bosphorus University this week has been officially delayed due to general negative reaction in the media and from the government.
A statement released from Bosphorus University's rector office said the conference had been a joint effort of Bosphorus and Sabanci universities, and that the goal was to set up an atmosphere condusive to discussion of the Armenian genocide claims. The statement stressed that the university, as host of the conference, had come face to face with serious accusations. It also said:

"We are concerned that the intellectual freedom and autonomy of a state university has been harmed by the accusations and opinions put forth by a conference which hasn't even occured yet. We are letting the Turkish public know that it seems more appropriate at this point, given the current conditions and the problems which could arise, to postpone the conference until further notice."


Ertugrul Ozkok: The very thing I feared has happened: the Armenian conference cancelled

http://www.hurriyetim.com.tr/haber/0,,sid~381@nvid~581728,00.asp


I wanted to write today about how I was going to set up a little protest table outside the doors of the conference hall at Bosphorus University. Not to worry, it wasn't going to be a violent protest. Just something where I handed out sheets explaining my view. Something that would maybe make it to the hands of the speakers gathered to air their opinions against the "government's official stance" on Armenian genocide claims.
It was one of France's most popular magazines: "Le Petit Journal." One of the best selling magazines in France towards the end of the 19th century. Since photography use was limited in those days, the front cover of the magazine was always adorned with hand-drawn pictures. The November 24, 1895 issue of "Le Petit Journal" has a cover which shows a group of people with guns attacking another group of people in front of a mosque. Underneath, the legend says: "Events in the East. Armenians attack a mosque." Not Turks attacking Armenians, but the other way around.

*****

Some intellectuals, writers, and journalists were going to come together today at Bosphorus University. They were going to discuss, in their own words "their view in opposition of the government's official stance" on the Armenian genocide claims. I am not sure exactly what they were going to argue out. Since they almost all believe that the Turks slaughtered the Armenians. As far as they are concerned, the official view of the government is "No, we didn't slaughter the Armenians."

I think an academic organization is required not to stick itself in the middle of "true believers" of any kind. But now my deepest fears about this conference have come true. Because the moment the "anti-official historians" receive the slightest criticism, their response is "Are you trying to quiet us down?"

All we want to do is discuss things. But really discuss. Not air our "true beliefs."

There might be a few people in Yerevan who have come out against the "official Armenian view." But its not that easy there. Just for writing news from Yerevan for a Turkish newspaper, an Armenian writer there got 10 years in prison for "treason." I wonder if the conference was going to mention the recent Swiss prosecutor's attempt to silence the head of the Turkish History Society.

Anyway, what we feared has come true, and the conference has been delayed. The conference participants reached their goal though-Turkey lost again. Because from today on, no one will listen to Turkey's reasonable majority. The voice of the monotone chorus will only go higher and higher. And we will return to our corners full of the same complexes.

Too bad. It is really a very big mistake.

If we had all listened together to the monotone chorus emanating from Bosphorus University, it could have been really helpful.





Türkische Regierung erzwingt Absage von Konferenz zu Armenierfrage

http://www.gea.de/detail/433884

Istanbul (dpa) - Eine Konferenz türkischer Wissenschaftler zur Armenierfrage ist nach massivem Druck der Regierung abgesagt worden. Justizminister Cemil Cicek hatte das dreitägige Symposium als «Dolchstoß in den Rücken der türkischen Nation» bezeichnet. Die Bosporus-Universität in Istanbul äußerte sich besorgt, dass die Freiheit der Wissenschaft beschädigt werde. Der Beginn der blutigen Vertreibung der Armenier im Ersten Weltkrieg mit Millionen Toten jährt sich in diesem Jahr zum 90. Mal.




Justice Minister Cicek: Conference on Armenians like a stab in the back to Turkish people

http://www.hurriyetim.com.tr/haber/0,,sid~381@nvid~581699,00.asp

A sharp criticism of the conference on "Ottoman Armenians" to be held at Bosphorus University starting this week came from Justice Minister Cemil Cicek, who said: "This is like stabbing the Turkish people in the back. I wish that, as Justice Minister, I had not given up the right to bring cases to court on my own." Cicek then accused Bosphorus University of acting irresponsibly.

Cicek accuses Bosphorus University of irresponsibilty

Cicek's comments continued: "What does it mean to stab us in the backs when we are in the middle of such a national effort (to clear up problems surrounding the accusations of Armenian genocide)? How are you going to convince the parliamentarians of other countries? They will just say 'Don't try to convince us, go to Bosphorus University, convince the people telling these lies while facing the Bosphorus.'.....Universities are independent, autonomous associations, but nowhere in the world does this mean that they are meant to be irresponsible...." Cicek made it clear that he felt that the majority of the Turkish citizens in the republic stood behind his words on this matter.



Conference on Armenian issue sparks controversy before opening
Wednesday, May 25, 2005
ISTANBUL - Turkish Daily News

http://www.turkishdailynews.com.tr/article.php?enewsid=14078

A conference organized by three prominent universities in Istanbul on the Armenian question during the Ottoman Empire sparked controversy among historians and academics along the fault line between ?official views? and those who question these theses.
The three-day conference, titled ?Ottoman Armenians During the Fall of the Empire: The Issues of Scientific Responsibility and Democracy,? starts today at Boðaziçi University, one of the organizers. The other two are Bilgi and Sabancý universities.
?Today, 90 years after the tragic 1915 incident, it is time for Turkey's people of science and thought to raise their voices together, differing from the official thesis and make their contribution,? the organizers said in a press release.
The participants include mainly academics questioning the official line on the allegations of Armenians on the events of 1915. They include Turkish professors from Yale, Harvard, Brown and Minnesota universities in the United States and two French and one German university as well as academics from Turkish universities.
Before the conference opened, former Foreign Minister Ýlter Türkmen, one of the participants announced by the organizers, decided to pull out after reading the conference was on ?raising voices against the official views,? Milliyet newspaper reported.
Head of the Turkish History Institute Professor Yusuf Halaçoðlu, himself not invited, claimed the organizers' views were along the lines of the Armenian diaspora. ?Why are those reflecting the views of the Armenians invited while I am not invited?? he was quoted in Radikal newspaper as asking.
Associate Professor Halil Berktay of Sabancý University, one of organizers, defending the conference and its selection of speakers, said all conferences on Armenians in Turkey had been one sided. ?No historians with a critical and free view (on this issue) had been invited to these conferences,? he told Radikal.



Istanbul Historians Conference shut down by government: Emergency Alert

I just received the following from Prof. Stephen Feinstein who received a call from Taner Akcam, one of the first Turkish historians to acknowledge the Armenian genocide.
We should do all we can to mobilize protests by our governments, press, and professional societies. The very idea of Turkey becoming a member of the European Union should be put to rest by this blatant violation of human rights and the Turkish government's systematic denial of the truth about the Armenian genocide.
Dr. Gregory H. Stanton
President
Genocide Watch
Coordinator
The International Campaign to End Genocide
P.O. Box 809
Washington, D.C. 20044
Telephone: (1)-703-448-0222
Cell: (1)-703-448-6665
E-mail: genocidewatch@aol.com
Website: www.genocidewatch.org
Just got a call from Taner Akcam that the Turkish Government closed down
the Istanbul Historians conference and that the Justice Minister made a
speech in Parliament denouncing all of them as traitors.

Taner Akcam is calling for maximum political and press intervention as he
sees this as a dangerous situation. He can be reached by cell phone
through Hrant Dink, Editor of Argos in Istanbul: 011-90-533-225-1538
(Istanbul code is 216 but I think 533 replaces it for cell calls).


Dr. Stephen Feinstein, Director
Center for Holocaust and Genocide Studies
University of Minnesota
100 Nolte Hall West
315 Pillsbury Drive
Minneapolis, MN. 55455
Phone: (612) 626-2235
FAX: (612) 626-9169
email: feins001@umn.edu
WEB SITE: http://www.chgs.umn.edu


First scientific conference in Turkey on the Genocide of Armenians annuled under pressures

http://www.info-turk.be

A SCIENTIFIC CONFERENCE TITLED "OTTOMAN ARMENIANS AT DECLINE OF THE EMPIRE. SCIENTIFIC RESPONSIBILITY AND ISSUES OF DEMOCRACY" TO BE HELD IN BOSPHORUS (BOGAZICI) UNIVERSITY OF ISTANBUL ON MAY 25-27, HAS BEEN ANNULED UNDER THE PRESSURE OF THE GOVERNMENT AND THE NATIONALIST CIRCLES. THE DECISION WAS ANNOUNCED ON MAY 24 BY THE UNIVERSITY\'S DIRECTION.

Turkish Justice Minister Cemil Cicek Tuesday accused of "treason" the organizers of the conference. Cicek condemned the initiative as a blow to government efforts to counter a mounting Armenian campaign to have the killings recognized internationally as genocide, which many fear may cloud Turkey?s bid to join the European Union. "This is a stab in the back to the Turkish nation... this is irresponsibility," Anatolia quoted Cicek as saying at a parliamentary debate. "We must put an end to this cycle of treason and insult, of spreading propaganda against the (Turkish) nation by people who belong to it," he said. On the other hand, Sukru Elekdag, a senior MP for the main opposition Republican People?s Party (CHP) and a retired ambassador, called the conference "a treacherous project" aimed at disseminating pro-Armenian propaganda "under the guise of research." Conference organizers said in a press statement that "it is high time Turkey?s own academics and intellectuals collectively raise voices that differ from the official stannce" on the Armenian killings. "The expression of critical and alternative opinions will be to Turkey?s benefit, because it will show how rich in pluralist thinking Turkish society actually is," the statement said. In May 23 issue, Milliyet newspaper sees the reason of the noise in mutual condemnations of attackers and defenders of Turkey's negation. Hurriyet wrote the same day that "the intelligentsia took alarm because of a workshop dedicated to the Armenian issue and declared war for a workshop that has not even begun". Prof. Ilber Ortayli from Galatasaray University condemned organizers of the conference saying, "All invited scientists are from a famous team. It's impossible to have healthy discussions in such conditions. I somewhat understand that they did not invite president of Turkish Historic Foundation Yusuf Halacoglu but they should not pass by specialist of international law Gunduz Aktan. Legal issues will be treated by English philosopher Murad Belge. Our country is a democratic one, and everyone does what he wants". Belge responded from the pages of Radikal, "Ortayli says that all the invited are from a famous team. Yes indeed, he is no more from that team as he preferred another team. He is not ignorant thus he does know that his words are false. But his choice leaves no room for an alternative". In the meantime, Halacoglu accused the organizers of "deserting to the Armenian Diaspora" and said, "Those expressing views of the Armenian side are invited whereas I am not. If I am expressing the official opinion, then they guard the views of Diaspora". Hurriyet notes that Halil Berktay replied to all critics on behalf of the organizational committee. He said, "The official thesis on the Armenian issue was almost the prevailing ideology in Turkey for decades. Most of us have learnt every sentence of it by heart. For this reason there is no need that Eleqdag or Halacoglu come and 'enlighten' us. Let the supporters of the official view keep us away from engaging in rubbish that they themselves do not believe in. There were many conferences in our country dedicated to the Armenian issue. But all of them were one-sided: no independent historian was ever invited to any of them. For one, the initiators of a workshop backed by the Eurasian Center for Strategic Studies and National Security Council trumpeted that they will not invite Halil Berktay, i.e. me. Hence, the complaints of those holding to official stance should be taken as black humor". (Cumhuriyet-AA-AFP-AZG, May 24, 2005)





Turkey postpones conference on Armenian killings
Reuters.uk, UK - By Ayla Jean Yackley.
ISTANBUL (Reuters) - A Turkish university facing accusations of "treason" has postponed a conference that offered ...


Turkish universities postpone Armenian conference under pressure
Detroit Free Press, MI - ANKARA, Turkey (AP) -- Three Turkish universities announced that they were postponing a conference to discuss last century's mass killings of Armenians by ...

Dissident conference on Armenian massacres halted in Turkey
KurdishMedia, UK - ISTANBUL, May 25 (AFP) - 8h50 - A conference aimed at questioning Turkey?s official position on the mass killings of Armenians under the Ottoman Empire has ...

MSU prof disappointed by postponement of Armenian genocide
WOOD-TV, MI - ISTANBUL, Turkey Three Turkish universities said today that they are postponing a conference to discuss last century's mass killings of Armenians by Ottoman ...

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