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25-04-05 ¦ 3sat ¦ Die 40 Tage des Musah Dagh

 
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iminhokis
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Joined: 25 Oct 2003
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 PostPosted: Thu Apr 14, 2005 3:06 am    Post subject: 25-04-05 ¦ 3sat ¦ Die 40 Tage des Musah Dagh Reply with quote Back to top

Titel:Fokus Armenien (1/3) - Franz Werfel - Die 40 Tage des Musa Dagh
Ausstrahlung:3sat Mo, 25.04.2005, 22:25 bis 23:15



"Ich bin ganz in meinem neuen Buch versunken, das seinem Ausmass nach riesig wird, zwei Bände, tausend Seiten ... Es wird vielleicht mein Hauptwerk sein", schrieb Franz Werfel am 24. März 1933 aus Italien an seine in Prag lebenden Eltern über die Arbeit an seinem Roman "Die 40 Tage des Musa Dagh". Die Idee zum "Musa Dagh" war 1929 während einer Reise Werfels nach Damaskus entstanden, wo er das Elend armenischer Flüchtlingskinder erlebte.

Der Roman erschien Ende 1933 in Wien und wurde knapp zwei Monate später in Deutschland von den Nazis verboten. Mittlerweile wurde das Werk in 15 Sprachen übersetzt. Und jedes Jahr an einem Sonntag Mitte September, an dem die Belagerten von Musa Dagh durch Franzosen gerettet wurden, feiern die Nachkommen der Überlebenden im gleichnamigen Dorf den Tag ihrer Befreiung. Dabei gedenken sie auch Franz Werfels, des jüdischen Dichters aus Österreich. Der Film zeigt nicht nur die historischen Hintergründe der Massaker an den Armeniern auf, sondern beleuchtet auch das weltpolitische Umfeld der Entstehungszeit von Franz Werfels Hauptwerk.

1,5 Millionen Menschen starben bei diesem ersten Völkermord. Durch eingefügte Spielszenen, die alle auf Texten Werfels basieren und historisch belegt sind, wird die tragische Beziehung zwischen dem Roman Werfels und dem beginnenden zweiten Völkermord unserer Zeit, den die Nationalsozialisten am jüdischen Volk begingen, deutlich.

Mit "Franz Werfel - Die 40 Tage des Musa Dagh" beginnt 3sat seine dreiteilige Reihe "Fokus Armenien" zum 90. Jahrestag des Genozids an den Armeniern.

Im Anschluss an den Film folgt um 23.15 Uhr der Dokumentarfilm "Ein Chor" (1996) von Merlyn Solakhan und Manfred Blank.

Die Reihe endet am Dienstag, 26. April, 22.55 Uhr, mit der Erstausstrahlung des Historiendramas "Ararat" (2002) von Atom Egoyan. -






Land: Österreich
Jahr: 1995
Regie: Artem Ohandjanian
Besetzung: Julia Gschnitzer (Erzählerin)
Manfred Schmidt (Franz Werfel)
Herbert Kucera (Pastor Lepsius)
Valiollah Fallahi (Enver Pascha)
 
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iminhokis
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 PostPosted: Mon Apr 25, 2005 10:54 am    Post subject: Reply with quote Back to top

Nicht vergessen.- und wer kann, bitte bitte aufnehmen Smile
 
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Kev



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 PostPosted: Mon Apr 25, 2005 1:40 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

Kann das sein dass diese Sendung früher schon mal ausgestrahlt wurde? In dem sie die Diaspora von Wien zeigen? Hab mal sowas aufgenommen. Die Sendung hatte den gleichen Titel, si je ne me trompe pas... Wink
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iminhokis
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 PostPosted: Mon Apr 25, 2005 2:01 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

Gut möglich, der ist ja aus dem Jahr 1995 aus Oesterreich.
 
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Lobito



Joined: 30 Mar 2004
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Location: Austria

 PostPosted: Tue Apr 26, 2005 8:21 pm    Post subject: Reply with quote Back to top

Manchen von Euch werden die Werke Artem Ohandjanians (des Regisseurs dieses Films über Werfel) bekannt sein, all den anderen möchte ich sie hier ein wenig näher bringen.

Prof.Dr.Artem Ohandjanian ist Historiker und Filmemacher und Beauftragter der Akademie der Wissenschaften in Eriwan für die Anerkennung des Völkermordes in Österreich, wo er seit vielen Jahren lebt. Sein Opus Magnum ist sicher seine im Eigenverlag herausgebrachte Sammlung österreichischer diplomatischer Dokumente aus der Zeit des Völkermords. Auf 9000 Seiten, aufgeteilt auf 12 Bände, legte er 1989 darin eine überwältigende Menge an Beweisen für den Genozid vor.

1995 kam im Böhlau-Verlag Wien das Buch "1915: Der verschwiegene Völkermord" heraus, wo die allerwichtigsten Dokumente noch einmal kompakt veröffentlicht wurden. Auch Bände über Architektur, Kunst und andere historische Themen liegen von ihm vor, als persönlicher Freund zahlreicher armenischer Künstler und Wissenschaftler hat er ein umfassendes Wissen über viele Aspekte armenischer Kunst und Kultur.

Ich kenne Artem als starken Charakter, peniblen Archivar, zähen Kämpfer für die Anerkennung des Genozids in Österreich und überaus hilfsbereiten Wissenschaftler, dessen Urteil ich vertraue, dessen Arbeit ich bewundere und den ich auch persönlich sehr schätze.
_________________
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.

Bertold Brecht (1898-1956)
 
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