Parlamentarische Gruppen

In order to enforce bilateral relations between countries, parliaments may create official groups of parliamentarians willing to develop links to a particuliar partner. Both Switzerland and Armenia now have suchs a group assuming special symetrical relationships.

 

- in der Schweiz, der PG Schweiz - Armenien

- in Armenien, der PG Armenien - Schweiz

 

Press release Parliamentary Group Switzerland - Armenia

Press release - Communiqué de presse - Medienmitteilung

 

3. März 2009

 

Parliamentary Group Switzerland - Armenia

Groupe parlementaire Suisse - Arménie

Parlamentarische Gruppe Schweiz - Armenien

 

 

Die Armenische Frage
im Zuge des Demokratisierungsprozesses in der Türkei

 

Die Armenische Frage ist für die Identitätsbestimmung der heutigen Türkei, für ihre Vergangenheitsbewältigung und für die Entwicklung der Achtung der Menschenrechte in diesem Land massgebend geworden. Darum soll die Schweizer Regierung ihrer Rolle treu bleiben und die Ereignisse von 1915 als Völkermord qualifizieren, wie dies der Nationalrat bereits 2003 getan hat.

 

Heutzutage in der Türkei über den Völkermord an den Armeniern zu sprechen, heisst, sich nicht nur strafbar zu machen, sondern man kann es sogar mit dem eigenen Leben bezahlen. Dies beweist die Ermordung des türkischen Journalisten armenischer Abstammung, Hrant Dink. Mit seiner Arbeit auf Informations- und Überzeugungsniveau hatte er sich innerhalb weniger Jahren bei vielen Intellektuellen in der Türkei Respekt verschafft. Die Witwe des Journalisten, Rakel Dink, und Fethiye Cetin, Rechtsanwältin und Referenzpersönlichkeit der Menschenrechte in der Türkei, sind in diesen Tagen in der Schweiz, um diesbezüglich zu informieren. Sie wurden für eine Anhörung über die Situation in der Türkei von den beiden parlamentarischen Gruppen «Menschenrechte» und «Schweiz-Armenien» eingeladen. An der vorangegangenen Medienkonferenz waren Ständerätin Anne Seydoux-Christe (CVP/JU), Ko-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Menschenrechte, und die Nationalräte Ueli Leuenberger (Präsident der Grünen der Schweiz) sowie Dominique de Buman (Vizepräsident der CVP Schweiz) zugegen. Letztere beide sind Ko-Präsidenten der Parlamentarischen Gruppe Schweiz-Armenien.

 

Die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern durch Ankara ist für die Reputation der Türkei in der Welt unentbehrlich und geht deutlich über die rein politische Bedeutung hinaus. Die Schweiz, als Freund, spielt in diesem Verfahren eine wichtige Rolle, indem sie die Türkei auf diesem Weg begleitet. Der Bund ist daher berufen, diesen Völkermord definitiv zu anerkennen. Es geht zuerst um ihre eigene Glaubwürdigkeit in ihrem internationalen Engagement im Rahmen der UNO-Konvention zur Bestrafung und Verhütung des Völkermorddeliktes und zweitens geht es darum, die Bindung der Schweiz an die Werte der Menschenrechte zu unterstreichen.

 

Seit der Ermordung von Hrant Dink ist die Vergangenheits-Wahrnehmung und -Bewältigung in der Türkei auch in Bezug auf den Völkermord an den Armeniern deutlich gestiegen. Das zeigen intellektuelle Bewegungen innerhalb der türkischen Zivilgesellschaft. Dabei spielten die Aktivitäten des ermordeten Journalisten Hrant Dink eine wegweisende Rolle. Eine im letzten Herbst in der Türkei lancierte On-line-Petition, sich beim Armenischen Volk für den Medz Yeghern (armenisch für Grosse Katastrophe, Völkermord von 1915) zu entschuldigen, erntete binnen weniger Wochen mehr als 30'000 Unterschriften. Und die vor kurzem getroffene Entscheidung des Erziehungsministeriums, den negationistischen Dokumentarfilm «Sari Gelin» an den Mittelschulen der Türkei vorzuführen, stiess in der Zivilgesellschaft auf heftige Proteste.

 

Es steht noch offen, welche Kreise und Personen die Ermordung von Hrant Dink befahlen und organisierten. Ferner stellt sich die Frage, inwieweit das Phänomen «Ergenekon» («Tiefer Staat»; Terrororganisation) in diesem Mord impliziert und wie ernst die Gefahr ist, die «Ergenekon» für den türkischen Staat und für die Meinungsäusserungsfreiheit in der Türkei darstellt.

 

Kontakt:
Sarkis Shahinian, Generalsekretär der Parlamentarische Gruppe Schweiz-Armenien

 

Anhänge:

Factsheets
1. Hrant Dinks Ziel und die Ergebnisse
2. Die Rollen, die Frau Dink und Frau Çetin heute zukommen
3. Der Status des Prozesses über die Ermordung von Hrant Dink
4. Die Einbeziehung der Causa «Ergenekon» im Rahmen der Organisation und Durchführung der Ermordung von Hrant Dink
5. Internationale Stiftung Hrant Dink

 

-> Medienmitteilung [PDF en Français]  [PDF auf Deutsch]

-> Factsheet [PDF en Français]  [PDF auf Deutsch]

 

 

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Press release Parlamentarische Gruppe Schweiz - Armenien

Press release - Communiqué de presse - Medienmitteilung

 

21 Oktober 2008

 

Parliamentary Group Switzerland - Armenia

Groupe parlementaire Suisse - Arménie

Parlamentarische Gruppe Schweiz - Armenien

 

 

Armenien öffnet sich der Schweiz

 

Zurück aus Armenien, wo sie die höchsten politischen und religiösen Stellen des kleinen christlichen Landes getroffen hat und verschiedene Entwicklungsprojekte und Institutionen besuchte, zieht die 7-köpfige parlamentarische Delegation unter der Leitung der Nationalräte Ueli Leuenberger und Dominique de Buman eine erste Bilanz ihrer sechstägigen Reise. [...]

 

-> PDF [Français]  [Deutsch]  [Dossier de presse - Pressemappe]

 

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Press release Parliamentary Group Switzerland - Armenia

Press release - Communiqué de presse - Medienmitteilung

 

October 7, 2008

 

Parliamentary Group Switzerland - Armenia

Groupe parlementaire Suisse - Arménie

Parlamentarische Gruppe Schweiz - Armenien

 

 

[Français]

 

Départ d’une délégation parlementaire suisse vers l’Arménie

 

Sur invitation de son groupe homologue auprès de l’Assemblée nationale arménienne, une délégation de sept personnes du Groupe parlementaire Suisse-Arménie, présidée par les Conseillers nationaux Ueli Leuenberger et Dominique de Buman, s’envole ce soir vers la République d’Arménie pour une visite jusqu’au 13 octobre. Le but de la visite est de renforcer les liens politiques économiques et culturels entre les deux pays. Pour l’occasion, les députés seront accompagnés par des personnalités de la diaspora arménienne de Suisse, par des représentants de l’économie privée suisse et par des représentants des médias. La délégation s’intéressera tout particulièrement à la situation politique et économique de l’Arménie, ainsi qu’au nouveau contexte géo-stratégique sud-caucasien.[...]

 

[Deutsch]

 

Abreise einer parlamentarischen Delegation nach Armenien

 

Auf Einladung der entsprechenden Gruppe der Nationalversammlung Armeniens fliegt heute Abend eine Delegation von sieben Personen der Parlamentarischen Gruppe Schweiz-Armenien, präsidiert durch die Nationalräte Ueli Leuenberger und Dominique de Bumann, zu einem Besuch nach Armenien, der bis zum 13. Oktober 2008 dauern wird. Das Ziel dieses Besuches ist, die politischen, wirschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier werden von Persönlichkeiten der Armenischen Diaspora in der Schweiz, von Vertretern der Privatwirtschaft sowie von Medienvertretern begleitet. Die Delegation wird ein besonderes Augenmerk auf die politische und wirtschaftliche Lage Armeniens im gegenwärtigen geostrategischen Kontext des Südkaukasus richten. [...]

 

[English]

 

Departure of Swiss Parliamentary delegation to Armenia

 

Upon invitation of its counterpart group at the Armenian National Assembly, a delegation of seven persons from the Swiss Armenian Parliamentary Group, presided over by National councilors Ueli Leuenberger and Dominique de Buman will be taking off this evening toward the Republic of Armenia for a visit until the 13th of October.  The goal of the visit is to reinforce political, economic and cultural ties that exist between the two countries.  The deputies will be accompanied by active members of the Armenian diasporan community of Switzerland, as well as representatives of the Swiss private sector and the media. The delegation will be particularly focused on learning more about the political and economic situation of Armenia, as well upon the new geo-strategic and geo-political dynamics of the South Caucasus. [...]

 

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