Der Völkermord an den Armeniern durch die Türken ist der wohl eindrücklichste Fall von Verdrängung der Schattenseiten einer nationalen Geschichte. Er verdeutlicht die Herausforderung der Geschichtsklärung für Täter und Opfer und nicht zuletzt für die Staatengemeinschaft, die moralisch aber auch politisch wie juristisch betroffen ist. Mit Begehren von der armenischen, Druckausübung von der türkischen Seite sowie einer Anzeige wegen Leugnens dieses Völkermordes ist auch die offizielle Schweiz aufgefordert, Stellung zu nehmen - dies, obwohl ihr damaliges Verhalten nicht eingeklagt wird, im Gegensatz zu ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg. Diesbezüglich setzt sich das Buch kritisch mit häufigen Argumentationsmustern und den Erwartungen an die eingesetzten Kommissionen auseinander, wirft zudem grundsätzliche Fragen der Geschichtsklärung auf und bietet einen Überblick über Völkermorde und Vertreibungen im 20. Jahrhundert. Die Uno-Völkermordkonvention, deren Umsetzung in nationales Recht und Anwendung in Ruanda, bildet einen weiteren Schwerpunkt.  
 
ArbeitsKreis Armenien (Hg.)
Völkermord und
Verdrängung
Der Genozid an den Armeniern-
Die Schweiz und die Shoah

 
    CHRONOS


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